Neunkirchen

Erstellt am 09. August 2016, 03:08

von Christian Feigl

Straßen des Grauens: SPÖ-Stadtrat verärgert. Für die Sanierung der kaputten Fahrbahnen zugesagte Gelder fließen doch nicht – Günther Kautz steigt auf die Barrikaden.

Überall Löcher: Die Schreckgasse oder der Schwarzauferweg gehören zu den Brennpunkten.  |  noen, Feigl

Neunkirchen und seine kaputten Straßen – eine unendliche Geschichte. Jetzt schlägt wieder einmal SPÖ-Stadtrat Günther Kautz Alarm. Das ihm für die Sanierungen zugesagte Geld würde ihm nun doch nicht in erwarteter Form zur Verfügung stehen, ist er verärgert.

„Eigentlich hieß es ja für heuer, dass zu den normal budgetierten 250.000 Euro auch jene 150.000 Euro aus dem Topf für Brückensanierungen dazukommen würden, da dieses Jahr in diesem Bereich nichts zu machen ist. Doch plötzlich darf ich dieses Geld nicht benutzen, da fühle ich mich schon etwas gefrotzelt“, greift er zu deutlichen Worten. „Da brauchen wir gar nicht über das Budget reden, wenn ohnehin wieder nichts eingehalten wird.“

ÖVP-Stadtrat Peter Teix bestätigt zumindest inhaltlich die Aussagen von Kautz: „Es stimmt, dass ihm der zweite Teil nun nicht zur Verfügung steht. Er kann sich aber an einen entscheidenden Nebensatz nicht erinnern: Dieser Topf wäre ihm immer nur unter gleichbleibenden Bedingungen zur Verfügung gestanden. Da wir aber weniger Ertragsanteile als erwartet erhalten werden und die Gelder aus der KRAZAF-Lücke nicht bekommen, hat sich die Lage entscheidend geändert und ich brauche das Geld, um Schulden abzudecken.“ Kautz müsse das als Unternehmer verstehen: „Ich kann kein Geld ausgeben, wenn der Umsatz nicht passt!“

"Es sieht nicht danach aus"

Kautz indessen hebt warnend den Zeigefinger: „Unsere Straßen verfallen. Um all jene sanieren zu können, die wir tatsächlich auch müssten, bräuchte ich ohnehin über vier Millionen Euro.“ Als schlimmste Beispiele und Brennpunkte nennt er den Triftweg, den Schwarzuferweg oder die Schreckgasse, wo im Herbst der neue Kindergartenzubau eröffnet wird: „Da hat es eigentlich geheißen, dass im Zuge dessen auch die Straße neu gemacht wird. Nun schaut es nicht danach aus!“

Teix hofft, dass es bei der Schreckgasse noch zu einer Lösung kommt: „Wir arbeiten sehr hart daran. Denn ersten ist die Straße wirklich in einem miesen Zustand und zweitens macht es kein gutes Bild, wenn es nach dem Neubau dort so ausschaut.“