Erstellt am 01. Dezember 2015, 15:38

Burger-Essen endet nun vor Gericht. Familie will 2.500 Euro Schmerzensgeld nach Besuch in Fastfood-Filiale. Gutachten soll Klarheit über Magen-Erkrankung bringen.

Dieser Burger soll für Bauchschmerzen gesorgt haben.  |  NOEN, zVg

Ende November 2014 war eine Neunkirchner Familie bei McDonald's in der Triester Straße und aß dort unter anderem einen „Big Tasty Bacon Burger“. Der Vater konsumierte einen dieser Burger und gab einen kleinen Teil davon auch seiner Tochter zu essen.

Er wollte das Fleischlaibchen vom zweiten „Big Tasty“ an seinen Hund verfüttern, als ihm beim Zerkleinern auffiel, dass das Fleisch innen komplett roh war. Dies fotografierte er auch sogleich und stellte eine Fleischprobe sicher. Diese wurde an die Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle gesandt, welche auch ein Verfahren eingeleitet hat.

Kurze Zeit nach dem Verzehr bekam die Tochter nämlich Unterleibsschmerzen, der Vater Magenkrämpfe. Bei Untersuchungen des mittlerweile im Krankenstand befindlichen Mannes wurden Campylobacter Jejuni Bakterien nachgewiesen.

Nachweis sei nicht gegeben

Die Neunkirchner McDonald’s-Betreiber lehnten Schadenersatz ab. Die Anwaltskanzlei, die Mc Donald’s vertritt, betonte, ein Nachweis sei nicht gegeben, da die Probe erst drei Tage später untersucht wurde.

Die Familie hat mittlerweile mithilfe von Rechtsanwalt Amir Ahmed Klage gegen den Betreiber der McDonald’s-Filiale erhoben. 2.500 Euro Schmerzensgeld wollen die Neunkirchner für ihren rohen Burger bekommen. Obwohl der Betreiber bestreitet, dass er Schuld an den Beschwerden des Neunkirchners ist, bot die Zentrale eine kleine Wiedergutmachung.

Am Bezirksgericht versucht man nun festzustellen, ob der Burger an der Erkrankung schuld war. Ein Gutachten soll für Klarheit über die Magen-Erkrankung sorgen. Der Prozess wird im Februar fortgesetzt.

NÖN.at hatte berichtet: