Erstellt am 02. Juni 2016, 05:55

von Tanja Barta

Der Panini-König aus Neunkirchen. Sein erstes Heft hat Willi Laszlo 1968 gekauft. Seitdem „lebt und stirbt“ der 70-Jährige für seine zahlreichen Panini-Hefte.

Bereits seit 48 Jahren ist Willi Laszlo ein »Süchtiger«. Ohne seinen Panini-Sticker geht nichts mehr. »Mich unterstützt sogar meine Frau«, so der Neunkirchner.  |  NOEN, Foto: Tanja Barta
„He Willi, hast du vielleicht ein glitzerndes Bild für mich?“ 14.30 Uhr im Merkur-Restaurant in Neunkirchen. In wenigen Minuten beginnt die Panini-Tauschbörse.

Einer, der immer vor Ort ist: Willi Laszlo. Er organisiert die Treffen in der Bezirkshauptstadt und ist momentan die Ansprechperson Nummer eins, wenn es um die begehrten Panini-Pickerl für die Fußball Europameisterschaft 2016 geht. „Mit 22 Jahren hab‘ ich mir damals das erste Paniniheft gekauft“, muss der heute 70-Jährige lachen.
Mit damals ist das Jahr 1968 gemeint. „Das war, glaub‘ ich, die Europameisterschaft“, erinnert sich der rüstige Neunkirchner zurück. Seit diesem Tag war Laszlo von den Stickern nur mehr als begeistert. „Bei mir ist das wirklich schon zu einer Sucht geworden“, muss der Sticker-Sammler zugeben.

Bereits fünf Hefte gefüllt

Natürlich ist der Neunkirchner auch in diesem Jahr bei den fleißigen Panini-Sammlern mit dabei. Einen Tag ohne Ausschau nach neuen Stickern zu halten, gibt es für ihn nicht. „Ich bin momentan täglich unterwegs“, muss der 70-Jährige lachen. Ob in Neunkirchen, Schwarzau oder auch Wiener Neustadt, Willi Laszlo ist mit seinen Pickerl-Boxen wirklich überall anzutreffen. Der Neunkirchner sammelt aber nicht nur für sich selbst, sondern hat auch die Nummer-Listen vieler anderer immer mit dabei.

Er selbst gibt sich mit einem vollen Heft aber noch lange nicht zufrieden. Dieses Jahr hat er bereits fünf Hefte mit den Panini-Pickerl gefüllt. „Ich sammel ja auch für meine Enkerl“, schmunzelt der 70-Jährige.

Wie viel Geld er bereits für seine Sammel-Leidenschaft ausgegeben hat, kann Laszlo gar nicht sagen. „Es sind sicher schon tausende Euros zusammen gekommen“, gibt er mit einem Schmunzler zu. Doch das macht ihm überhaupt nichts aus. „I leb und stirb dafür!“, meint Laszlo voller Überzeugung und tauscht die nächsten Pickerl ein.