Erstellt am 08. April 2016, 03:04

von Philipp Grabner

Die Burg öffnet ihre Pforte. Seit zwei Jahren ist Markus Albero Grimmenstein neuer Hausherr auf Burg Grimmenstein. Mit der NÖN Neunkirchen spricht über seine großen Pläne und Vorhaben.

Der Rittersaal ist das Herzstück des Bauwerks und steht Gästen nun zur Verfügung.  |  NOEN, www.burg-grimmenstein.at

„Ich habe mir einen Kindheitsraum erfüllt!“ – Dieser Satz kommt Markus Albero Grimmenstein oft über die Lippen. Und er hat auch immer wieder dieses fröhliche Lächeln im Gesicht, wenn er über „seine Burg“ spricht. Die Rede ist von Burg Grimmenstein, die seit etwa zwei Jahren ihm gehört.

Ursprünglich kommt Grimmenstein, der sich seinen Nachnamen gleichlautend auf die Burg ändern ließ, aus einer kleinen burgenländischen Gemeinde. Im März 2013 wandert er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin zur Burg – und diese gefiel ihm sofort.

Aus diesem Grund starteten auch Verhandlungen mit dem damaligen Burgbesitzer, erzählt Grimmenstein im NÖN-Gespräch. „Wir haben dann mit den Verhandlungen begonnen, der Vorbesitzer hatte eine klare Preisvorstellung“, sagt der Burgherr, ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Nach Abschluss der Verhandlungen und der Unterzeichnung der Verträge kann sich Grimmenstein seit etwa zwei Jahren Burgherr nennen. Und das tut er gerne.

Doch Grimmenstein will seine Burg nicht für sich alleine nutzen. Im Gegenteil. Als Wanderer während der Renovierungsarbeiten an der Burg vorbeikamen und Interesse an einer Besichtigung dieser zeigten, kam Grimmenstein die Idee, das Ganze wieder öffentlich zu machen.

Taverne und Burgshop erweitern das Angebot

Nun arbeitet Grimmenstein seit dem Erwerb im Hochbetrieb an der umfassenden Erneuerung der Burg. „Wir haben mit der Höhenburg begonnen, die im Groben fertig ist. Die Strom- und Wasserleitungen sind fertig verlegt, die Malerarbeiten sind abgeschlossen“, gibt der Burgherr Einblick in seinen Zeitplan. Der Rittersaal, das Herzstück seiner Burg, wurde bereits 2015 fertiggestellt und seitdem auch gerne für Geburtstagsfeiern und Seminare genutzt.

Die Räumlichkeiten können aber auch für Hochzeiten angemietet werden. Als besonderes Service für Veranstaltungen bietet Grimmenstein einen Shuttledienst vom neu errichteten Burgparkplatz zur Burg an. Auch für die Kleinsten hat er sich etwas einfallen lassen, bei exklusiven Besichtigungen für Schulklassen will er Kindern die Burg zeigen.

„Derzeit widme ich mich der Fertigstellung der Räumlichkeiten für die Gastronomie“, informiert er die NÖN. Ab 9. April wird die Burgtaverne sowie der Souvenirshop für die Besucher geöffnet. In Letzterem können handgefertigte Produkte wie Halsketten, Schals, Tonwaren, Honig und Wein erworben werden, gibt Grimmenstein an.

Auf die Frage, wer schließlich die Produkte verkaufen wird und für die Bewirtung der Gäste zuständig sein wird, meint er nur: „Ich!“, und lächelt: „Der Burgherr stellt sich seinen Gästen!“
Alle Einnahmen will Grimmenstein übrigens in den Ausbau und die Revitalisierung der Burg stecken. Denn er hat auch sonst noch einiges vor. Immerhin will er in der Hangburg eine Kapelle sowie Gästezimmer einrichten lassen.