Erstellt am 11. April 2016, 14:35

von APA/Red

Drittes Baulos an Schweizer Marti Tunnelbau. Das dritte Baulos wurde an die Marti GmbH/Marti Tunnelbau vergeben.

 |  NOEN, ÖBB
Das dritte große Baulos "Tunnel Grautschenhof" für den Semmering-Basistunnel zwischen dem steirischen Mürzzuschlag und dem niederösterreichischen Gloggnitz ist von den ÖBB an die Bietergemeinschaft Marti GmbH/Marti Tunnelbau AG vergeben worden, hieß es am Montag in einer Aussendung der Bundesbahnen. Das Unternehmen wird den Bauauftrag in der Höhe von 300 Mio. Euro ab Mai in Angriff nehmen.

Der rund 7 Kilometer lange, rein steirische Abschnitt von Mürzzuschlag bis Spital am Semmering wird zuerst über zwei rund 100 Meter tiefe Schächte zu bauen begonnen. Dafür sind zu Beginn Vorbereitungen in Grautschenhof nötig: das Aufstellen von Baucontainern, Lärmschutzwände und eine Gewässerschutzanlage sowie die Vorbereitung der Baustellen-Fläche durch Erdarbeiten. Die Schachtarbeiten werden erst ab Anfang 2017 gestartet. Wenn die Schächte fertig sind, soll mit Baggern und Sprengungen sowohl in Richtung Mürzzuschlag als auch in Richtung Gloggnitz gegraben werden.

Mit dem Baustart für das dritte und damit letzte große Baulos wird der gesamte Semmering-Basistunnel in Bau sein. Den Zuschlag beim EU-weiten Vergabeverfahren erhielt nach dem Bestbieterprinzip die Schweizer Marti Tunnelbau AG in Kooperation mit ihrer Grazer Tochter, der Marti GmbH.

Der Semmering-Basistunnel ist als zweiröhriges Tunnelsystem konzipiert und wird insgesamt rund 27 Kilometer lang. Die Fahrzeit zwischen Wien und Graz soll sich auf zwei Stunden verkürzen, deutlich mehr Fahrgäste werden seitens der ÖBB durch das Projekt erwartet. Die Südstrecke der Eisenbahn soll zum Auto und zum Lkw konkurrenzfähig werden.