Erstellt am 19. November 2015, 05:48

von Tanja Barta

Ende für Gasthaus kam nach 150 Jahren. Am 27. November öffnen Sissy und Peter Rottensteiner das letzte Mal die Türen ihres Dorfwirtshauses für Gäste.

 |  NOEN, zVg

Jetzt ist es endgültig vorbei. Die Pächter des Gasthauses Singula, Peter und Sissy Rottensteiner, werden Ende November den Betrieb schließen. „Es lohnt sich einfach nicht mehr, viel zu investieren“, erklären die Pächter ihren Schritt.

Sogar Konkurs mussten die Gaststättenbesitzer schon anmelden. „Die Geschäftsschulden sind ja eigentlich nicht so hoch“, so Rechtsanwältin Claudia Weinwurm, die Familie Rottensteiner zur Seite steht. Der finanzielle Engpass ist laut Weinwurm durch personelle Differenzen entstanden. Doch dass das Gasthaus Singula bzw. Sissy’s Dorfwirtshaus“ nicht mehr lange offen haben wird, war schon seit langer Zeit bekannt. „Leider sind die beiden Betreiber gesundheitlich angeschlagen. Sie hätten deswegen sowieso schon Ende November zugesperrt“, erzählt die Rechtsanwältin weiter.

Schon neue Pläne geschmiedet

„Das Wirtesterben geht weiter“, meint Rottensteiner enttäuscht. Die beiden derzeitigen Pächter bezweifeln, dass sich ein Nachfolger finden wird. „Man muss viel Geld in die Hand nehmen. Das lohnt sich jetzt einfach nicht mehr“, so Peter Rottensteiner. Er wird sich nach der Schließung des Gasthofs jedoch nicht zur Ruhe setzen: „Es gibt leichtere Wege um mehr Geld als hier verdienen zu können!“ Derzeit ist man auf der Suche nach einem Nachfolger. „Bis jetzt hat sich leider noch niemand gemeldet“, meint Peter Rottensteiner. Auch ProPayerbach-Bürgermeister Eduard Rettenbacher macht sich Sorgen um die Gasthauskultur in seiner Gemeinde. „Wenn sich jemand finden würde, der die Gasthäuser wieder beleben will, dann hätte er unsere volle Unterstützung“, so der Ortschef.