Erstellt am 02. Juni 2016, 05:15

von Gerhard Brandtner

Asyl – und kein Ende. Nun beginnt sich aufgrund von Verunsicherung auch in Bevölkerung bereits Widerstand zu formieren – keine Info vom Land.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Auch wenn bis dato noch keine Asylsuchenden in die zur Diskussion stehende Liegenschaft im Ortsteil Hart eingezogen sind, die Angelegenheit selbst wird nach wie vor hitzig diskutiert.

„Uns wurde im Jänner mitgeteilt, dass es für die Liegenschaft in Hart einen Kaufinteressenten gibt und der das Haus eventuell für Asylwerber zur Verfügung stellen möchte“, stellt SPÖ-Bürgermeister Franz Antoni nochmals ausdrücklich klar. Damals sollen sich Käufer und Verkäufer aber noch nicht einig gewesen sein. „Uns wurde erklärt, dass sich das Objekt für die Unterbringung von bis zu fünf Familien eignen würde“, so Antoni und weiter „zu diesem Zeitpunkt war das Haus noch nicht verkauft und nicht überprüft.“

Aktuell gibt es allerdings keine Familien, die untergebracht werden müssen. „Wie lange abgewartet wird, will oder kann uns niemand konkret beantworten“, so Antoni. Nach seiner Information ist das Haus noch nicht freigegeben, da noch Arbeiten durchgeführt werden müssen.

Diskussion öffentlich geführt

Mit Brigitte Dirnbacher hat sich auch eine unmittelbare Anrainerin aus Hart ans Land gewandt und nochmals die Befürchtungen formuliert. „Das Land schreibt, dass die aktuelle Situation sicher nicht einfach ist und man für unsere Sorgen Verständnis hat“, so Dirnbacher. Sie vermisst hier das Feingefühl für die Situation, dass es die Quote zu erfüllen gilt. „Die müssen ja nicht alle in Hart in einem Massenquartier untergebracht werden“, macht sie ihren Unmut Luft.

Als nun die Diskussion öffentlich geführt wurde, hat sich auch ÖVP-Abgeordneter Hermann Hauer eingeschaltet. „Ich wurde sehr spät informiert“, so Hauer, der auch mit der Fachabteilung des Landes gesprochen hat. „Dass wirklich nur Familien kommen, kann niemand zusagen.“ Wenn Asylwerber einziehen werden, wird es einen Info-Abend geben. „Im Beisein der Fachabteilung des Landes“, verspricht Antoni.