Erstellt am 10. Mai 2016, 05:44

von Gerhard Brandtner

Asylpläne: Proteste. 40 Afghanen sollen in Hart untergebracht werden. Politiker und Bevölkerung wehren sich gegen Vorhaben.

»Die Rede war von fünf Familien!«, ist SPÖ-Ortschef Franz Antoni sauer.  |  NOEN, NÖN

Die angedachte Unterbringung von Asylwerbern in Hart lässt die Wogen hochgehen. In der Vorwoche wurde von den Gemeinden Enzenreith und Gloggnitz sowie Anrainern eine Petition unterfertigt und an den zuständigen SP-Landesrat Maurice Androsch übermittelt. Darin spricht man sich klar gegen die beabsichtigte Unterbringung von mehr als 40 Männern afghanischer Herkunft aus.

„Besprochen und kommuniziert wurde eine Unterbringung von bis zu fünf Familien“ so der Enzenreither SPÖ Bürgermeister Franz Antoni. Nun wurde die Gemeinde, in der aktuell sechs Asylwerber wohnen, darüber informiert, dass es keine asylwerbenden Familien gibt und eben bis zu 40 Männer dort untergebracht werden sollen.

„Dies widerspricht in grober Weise den Informationen und Absichten, die bei der ersten Kontaktaufnahme kommuniziert wurden. Das hat keinesfalls etwas mit der in Aussicht gestellten Belegung zu tun“ heißt es in der Petition.

Petition von allen Mandataren unterfertigt

Man fordert auch die Zusage des Landes über die Unterbringung von bis zu fünf Familien ein. Das Objekt in der Harterstrasse befindet sich einer durch Einfamilienhäuser geprägten Bebauung. „40 Männer in meiner Nachbarschaft machen mir einfach Angst“ so ein betroffener Anrainer.

Das Objekt grenzt an die Nachbargemeinde Gloggnitz, wo es die Initiative „Gloggnitz hilft“ gibt und es dadurch auch eine entsprechende Akzeptanz den Flüchtlingen gegenüber gibt. Würden jetzt 40 männliche Asylwerber dazu kommen, sieht man diese Akzeptanz gefährdet. Dies bringt man auch in der Petition zum Ausdruck. „Diese wurde von allen Mandataren unterfertigt“ bestätigt die Gloggnitzer Bürgermeisterin Irene Gölles.