Erstellt am 14. September 2015, 09:19

von Christian Feigl

Erste Wohnungen stehen zur Verfügung. | Statt Containerprojekt wird Unterbringung in Wohnungen im Oktober gestartet. Die Vorarbeiten laufen.

Wollen den Kriegsflüchtlingen Zuflucht und Unterstützung auch in der Bezirkshauptstadt bieten: NLVG-Geschäftsführer Robert Hanreich, ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer und Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Walter Grashofer.  |  NOEN, Foto: Feigl

Wie die NÖN bereits berichtete, hat sich die Bezirksstelle des Roten Kreuzes bereit erklärt, auch in der Bezirkshauptstadt Kriegsflüchtlinge aufzunehmen und zu betreuen. War anfangs an eine Containerunterbringung gedacht, so geht aktuelle der Trend zu Wohnungen, die das Rote Kreuz über die NLVG (von der Gemeinde ausgegliederte Gesellschaft) anmieten wird.

„Ich habe vorige Woche von der Landesgeschäftsführung das Einverständnis bekommen, dass wir dieses Projekt jetzt angehen können“, erklärt Rot Kreuz Bezirksstellenleiter Walter Grashofer. „In der Erstphase werden wir also das Wohnungsprojekt durchziehen“, so Grashofer.

Zehn bis zwölf ehemalige Gemeindewohnungen werden demnach Kriegsflüchtlingen als Unterkunft dienen. „Wir haben sie bereits ausgesucht, es handelt sich um verschiedene Gebäude, die nicht im Innenstadtbereich liegen“, erklärt NLVG-Geschäftsführer Robert Hanreich.

Vorerst Wohnungslösungen angestrebt

Um welche Objekte es sich genau handelt, wollte er noch nicht verraten, da zuerst die dortigen Mieter informiert werden sollen. „Wir haben aber natürlich darauf geachtet, dass wir die unserer Meinung nach geeignetsten Objekte finden“, ergänzt Hanreich.

Der Bezug soll frühestens im Oktober erfolgen, da die Wohnungen auch noch möbliert und eingerichtet werden müssen. Grashofer ist über das Entgegenkommen jedenfalls begeistert: „Ich freue mich wirklich über das Grundverständnis bei der Gemeinde und habe auch in den letzten Tagen seitens der Bevölkerung mehrheitlich positives Feedback erhalten.

ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer: „Natürlich werden wir seitens der Gemeinde das Projekt des Roten Kreuzes nach unseren Möglichkeiten unterstützen.“ Vorerst vom Tisch ist das angedachte Containerprojekt am Gelände der Ersthelfer: „Wenn eines kommt, dann erst in der Zweitphase. Vorerst werden wir die Wohnungslösungen anstreben“, erläutert Grashofer.