Erstellt am 15. Juli 2016, 12:13

von Christian Feigl

Nizza-Anschlag: Neunkirchnerin hatte Schutzengel. Einen riesigen Schutzengel dürfte gestern Abend Corinna Hechtl, die Tochter von Neunkirchens SPÖ-Nationalrat Hans Hechtl, in Nizza gehabt haben!

 |  APA (AFP)

Wie Hechtl auf Facebook schreibt, war sie unmittelbar vor dem verheerenden Terroranschlag, bei dem ein LKW gezielt in Menschenmassen raste und der 84 Menschenleben forderte,  am Schauplatz der Promenade.

„Auch wir waren gestern in Nizza unterwegs. Um 20 Uhr haben wir uns ein Konzert am Place Massena angehört. Ab 21 Uhr sind wir dann für eine Stunde die Promenade entlangspaziert, um 22 Uhr haben wir einen Eissalon auf der Promenade besucht und uns das Feuerwerk zum Nationalfeiertag angesehen. Gleich nach dem Ende des Feuerwerks haben wir uns Richtung Hotel aufgemacht und haben von dem Unglück nichts mitbekommen. Wir haben den Lastwagen nicht gesehen – zum Glück. Unser Heimflug ist am Montag“, schrieb sie am Freitagmorgen auf Facebook.

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser schrecklichen Tat und deren Angehörigen.“

Corinna Hechtl und ihr Lebensgefährte haben am Freitag den Tag im Hotel verbracht. Lediglich für einen kurzen Spaziergang haben sie das Hotel verlassen. Der Strand und die Promenade waren da noch gesperrt. „Anders als erwartet, sind viele Menschen unterwegs und scheinen sich auszutauschen über das, was passiert ist“, berichtet sie der NÖN.

Sie ist sich bewusst, wie viel Glück sie hatten: „Die Freude darüber dass wir die Gefahrenzone kurz vor dem Unglück verlassen haben, überwiegt und drängt das mulmige Gefühl in den Hintergrund.“

Am zweiten Tag danach erkundeten die beiden die Altstadt von Nizza, die meisten Geschäfte waren geschlossen. Die Promenade war allerdings wieder geöffnet. „Es zeigt sich ein erdrückendes Bild. An bestimmten Stellen haben Menschen Blumen niedergelegt, kleine Blumenmeere sind dadurch entstanden. Ebenso liegen auch Fotos der Opfer, Plakate und Teddybären auf der Promenade. Größere dunkle Flecken hier und da lassen erahnen, wie viel Blut Donnerstagnacht geflossen sein muss.“ Hechtl: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser schrecklichen Tat und deren Angehörigen.“

Mehr dazu demnächst an dieser Stelle bzw. in der Printausgabe der NÖN Neunkirchen.