Erstellt am 19. Mai 2016, 10:22

von Christian Feigl und Gerhard Brandtner

Frau stürzte in Kanal: Im Spital verstorben. Drama um 74-jährige Pensionistin in Schlöglmühl (Bezirk Neunkirchen), die am Mittwoch in den Kanal gestürzt war.

 |  NOEN, Gerhard Brandtner

Update:

Jene 74-jährige Pensionistin aus Schlöglmühl, die am Mittwochnachmittag in den Kanal gestürzt war (siehe Bericht vom Mittwoch unten anbei), ist in der Nacht auf Donnerstag an den Folgen ihres Unfalls im Krankenhaus verstorben.
 

Dramatische Szenen spielten sich am Mittwochnachmittag in Schlögmühl ab. Eine Pensionistin aus Schlöglmühl dürfte vor den Augen ihres Sohnes in den Kanal gestürzt sein. Daraufhin sprang ihr Sohn ins Wasser nach  und versuchte seine Mutter zu retten. Beide trieben etwa 200 Meter ab, ehe sie von der Wehranlage Heufeld gestoppt wurden und gegen den Sog ankämpften mussten.

„Sie war leider nicht mehr bei Bewusstsein“

In der Zwischenzeit waren auch Anrainer durch die Hilferufe auf das Drama aufmerksam geworden. Ein weiterer Helfer soll dabei ins Wasser gesprungen sein. Geborgen wurden die Personen schließlich von den alarmierten Einsatzkräften. Auch der Rettungshubschrauber stand im Einsatz.
 
Bei der Frau, die in den eiskalten Kanal gefallen war, handelte es sich um eine 74-Jährige aus dem Ort. „Wir waren als erster am Unglücksort. Da haben sich die drei Personen am Rechen der Wehr versucht über Wasser zu halten“, erinnert sich Einsatzleiter Thomas Rauch von der Freiwilligen Feuerwehr Gloggnitz Stadt.
 
Nachdem die beiden Helfer, der Sohn der Pensionistin und eine unbekannte Dame, die 74-Jährige aus dem Wasser geborgen hatten, wurde umgehend noch von der Feuerwehr mit der Reanimation begonnen: „Die Frau war leider nicht mehr bei Bewusstsein“, so Rauch. Notarzt und Rettungsmannschaften setzten die Wiederbelebung fort, ehe sie mit dem Notarzthubschrauber auf die Intensivstation des Krankenhauses Neunkirchen geflogen wurde.
 
Dort kämpften die Ärzte um das Leben der Schlöglmühlerin. Sie soll beim Heckenschneiden, so lauten erste Informationen, ausgerutscht und in den Kanal gefallen sein. Bei ihrer Bergung betrug die Körpertemperatur nicht einmal mehr 30 Grad. Ihr Sohn und die Helferin erlitten einen Schock.