Erstellt am 22. September 2015, 09:11

von Christian Feigl

Gefahr in Neunkirchen rechtzeitig beseitigt. Es war ein Bericht des Prüfungsausschusses, der am Montagabend in der Gemeinderatssitzung das Dilemma in die Öffentlichkeit brachte: Im Neunkirchner Freizeitzentrum wurden bei behördlichen Tests Legionellen im Wasser festgestellt.

SPÖ-Prüfungsausschussobfrau Gerlinde Metzger  |  NOEN, Christian Feigl
Legionellen sind Bakterien, die unter bestimmten unglücklichen Begleitumständen (gesundheitliche Probleme, das Wasser muss tief in die Lungen eingeatmet werden) die lebensgefährliche Legionärskrankheit auslösen können.

Stadt hatte Glück im Unglück

Doch in Neunkirchen hatte man Glück im Unglück: „Die Bakterien wurden zeitgleich mit der Generalsanierung im Freizeitzentrum, die wir jedes Jahr durchführen, festgestellt. So war das Bad ohnehin geschlossen und wir konnten uns in Ruhe der Problematik widmen. Mittlerweile ist das Wasser wieder Legionellenfrei“, erklärte ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer.

Gleichzeitig warnte er die FPÖ vor Panikmache. Ihr Chef Norbert Höfler hatte einen Gipfel zur Thematik  per Dringlichkeitsantrag gefordert. „Der ist aber nicht notwendig, weil erstens niemand geschädigt wurde und zweitens jetzt wieder alles in Ordnung ist“, so der Stadtchef. Sein Nachsatz: „Wäre die Entdeckung aber nicht mit dem Revisionstermin zusammengefallen, hätten wir die Anlage schließen müssen.“

Mischleitungen als Ursache?

Der Problematik wurde sofort mit Chemie zu Leibe gerückt: „Wir haben Chlorperoxyd eingesetzt. Und es hat gewirkt“, weiß SPÖ-Sportstadtrat Manfred Baba.

Verantwortlich für das Auftreten der Legionellen dürften die Mischleitungen für Warm- und Kaltwasser sein. „Wir werden den Rat der Experten beherzigen und auf eine separate Heißwasserleitung umstellen“, so Osterbauer. Erste diesbezügliche Gespräche hätten bereits stattgefunden. Denn heißes Wasser tötet die Legionellen ab.

Der Rest des Gemeinderats verlief dieses Mal recht unspektakulär. Im Gegenteil: Erstmals in der Geschichte wurden alle Punkte – es waren aber nicht sehr viele - auf der Tagesordnung einstimmig angenommen

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