Erstellt am 25. November 2015, 05:58

von Gerhard Brandtner

Gefahr ist in Verzug. Zustände am Weinweg in Aue sind Skandal. Weder Feuerwehr noch Kanalräumer können zufahren. Das muss sich ändern.

Fahrverbot für Ludwigshof. Alles über 3,5 Tonnen darf die Gemeindestraße nicht mehr benutzen.  |  NOEN, www.BilderBox.com

Das Thema „Weinweg“ ist nicht neu. Seit Jahren besteht dort ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit mehr als zwei Tonnen. Für die Anrainer ergeben sich daraus mehrere Probleme. Unter anderem auch deshalb, da die Objekte nicht an den öffentlichen Kanal angeschlossen sind und Schmutzwasser sowie Fäkalabfälle in Senkgrube gesammelt werden müssen (die NÖN berichtete).

Noch in der vergangenen Gemeinderatsperiode fing man an, sich wieder mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, da auch die Blaulichtorganisationen im Einsatzfall nicht zufahren können. Eine Übung am vergangenen Samstag zeigte deutlich auf, dass es im Extremfall gefährlich werden kann. „Übungsannahme war der Brand eines Objektes Höhe Weinweg Nummer 49“, so der Kommandant der Auer Feuerwehr Thomas Ruzicka.

Da das Fahrverbot auch für die Feuerwehren gilt, blieb nur die Möglichkeit, Relaisleitungen zu legen. Für die Feuerwehren eine Herausforderung. Beide Leitungen waren jeweils rund 380 Meter lang. „Und rund 80 Höhenmeter mussten überwunden werden“, berichtete Ruzicka. Erst rund 45 Minuten nach Übungsbeginn hatte man an den Rohren Wasser. Um die Einsatzmannschaft und Material zum „Brandobjekt“ zu bringen, wurde auf zwei Gemeindefahrzeuge zurückgegriffen. Von der prekären Lage konnten sich auch Bürgermeisterin Irene Gölles, Vize Erich Santner sowie Reinhold Tisch, Iris Hintringer, Helmut Hofer und Unterabschnittskommandant Michael Köpf überzeugen.

Mittlerweile gibt es auch eine neue Studie. „Diese besagt, dass wir den gesamten Weinweg neu machen müssten“, so Gölles. In die gleiche Kerbe schlug auch Gemeinderätin Iris Hintringer (SPÖ).