St. Egyden am Steinfeld

Erstellt am 21. März 2017, 05:00

von Clemens Thavonat

St. Egyden: Hacker forderten 30.000 Euro Lösegeld. Internetbanditen starteten Angriff auf das Netzwerk der Gemeinde. Dieser wurde durch Sicherungsmaßnahmen abgewehrt.

Auch die Homepage und alle Inhalte der Seite schienen nach einem Angriff durch unbekannte Internet-Kriminelle vorerst verloren zu sein. Glücklicherweise gab es jedoch Sicherungen, die das Wiedererrichten der Gemeindeseite im Internet sowie die Rekonstruktion der Vernetzungen ermöglichten.  |  Clemens Thavonat

Ein Klick und schnell einmal schauen, was sich in der Gemeinde so alles tut – das gehört für viele Menschen, auch in St. Egyden, bereits zum Alltagsritual. Doch wer dieser Tage versuchte, die Gemeinde im Netz zu finden, wurde enttäuscht.

"Daten komplett gelöscht"

„Hacker hatten sich mit Administrator-Rechten der ,GemDat‘ (seit 1982 Anbieter von EDV-Lösungen für die Gemeindeverwaltung), ins System gemogelt und unsere Daten komplett gelöscht“, so ÖVP-Bürgermeister Wilhelm Terler. „Es folgte eine Mail an uns, in der 30.000 Euro in Bitcoins (eine virtuelle Internet-Währung) als Lösegeld gefordert wurden“, ergänzt Terler. Danach war auch der E-Mailverkehr tot.

Wer hinter dem Hackerangriff steckt und warum sich dieser ausgerechnet gegen die Gemeinde St. Egyden richtete, steht derzeit noch nicht fest. Der Angriff war am Dienstag erfolgt – von einer Sekunde auf die andere brach das gesamte Netzwerk zusammen – während im System gearbeitet wurde.

Polizei ermittelt

Seit Freitag funktioniert die Netzwerkanbindung der Gemeinde, inklusive Verbindung zur „GemDat“ aber wieder ordnungsgemäß. Lediglich der Arbeits-Inhalt eines Tages sowie Fotomaterial gingen verloren. Nun versuchen Experten der Polizei, die Sicherheitslücke und damit auch die dreisten Angreifer ausfindig zu machen.