Erstellt am 08. Oktober 2015, 06:17

von Tina Jedlicka

Falscher Romeo: Diebstahl statt Liebe. Statt der ganz großen Liebe, die ein 41-Jähriger Frauen per Internet versprochen haben soll, bediente er sich an Wertsachen.

 |  NOEN, APA

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Dieses Sprichwort traf auch auf den 41-jährigen „Romeo“ zu. Dieser nutzte das Internet, um dort diverse Frauenbekanntschaften zu machen. Der Mann soll die Damen fleißig betört und ihnen falsche Hoffnungen gemacht haben.

Mit 15 Vorstrafen im Gepäck

Dann beim Treffen im realen Leben bediente er sich an ihren Wertsachen. Auch Bargeld und Bankomatkarten soll er sich in deren Wohnungen angeeignet haben. Unter anderem soll der 41-Jährige in Neunkirchen zugeschlagen haben.

Mit 15 Vorstrafen im Gepäck, tauchte der 41-Jährige bei seinem Prozess am Landesgericht Wiener Neustadt auf. Richterin Christina Kuzmany fragte ihn nach der Verlesung der Anklage, ob er sich schuldig bekenne. Der Angeklagte nickte und meinte: „Es gibt zwar zwei, drei Dinge in der Anklage, die ich nicht gemacht habe, aber ob ich sechs Monate mehr oder weniger bekomme, macht den Kohl nicht fett!“

„Wollte immer die neuesten Dinge“

Der 41-Jährige soll mit den gestohlenen Bankomatkarten der Frauen im Internet geshoppt haben. Auch seine Handyrechnungen und Zugtickets habe er damit beglichen, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Damit nicht genug, soll er auch in einem Hotel abgestiegen sein und die Rechnungen ebenfalls mit einer der Karten seiner Damen beglichen haben. Richterin Kuzmany fragte den Angeklagten, der ja schon einige Erfahrung mit dem Gericht hatte, warum er die strafbaren Handlungen begangen habe.

„Ich wollte immer die neuesten Dinge besitzen und war dumm. Ich bin immer den Weg gegangen, der mir am leichtesten erschien“, erklärte der Mann. Mehr als 3.500 Euro Schaden und einige gebrochene Frauenherzen muss der Mann verantworten. Den finanziellen Schaden will er wieder gut machen. Vier Jahre Haft, lautete schließlich das noch nicht rechtskräftige Urteil.