Erstellt am 07. Oktober 2015, 06:17

von Tina Jedlicka

Haft für Rauschaktion. Im Vollrausch soll ein Mann eine Bekannte weggestoßen und bedroht haben: Der 21-fach Vorbestrafte muss hinter Gitter!

 |  NOEN, APA

Nicht das erste Mal musste sich ein Mann aus dem Wechselgebiet am Landesgericht Wiener Neustadt wegen einer strafbaren Handlung verantworten. Der Mann hatte vor dem Prozess schon 21 Vorstrafen, sechs davon einschlägig. Denn er hatte auch schon mehrfach im Vollrausch strafbare Handlungen verübt.

„Das ist eskaliert, es tuat ma lad“

Dieses Mal soll er eine gute Bekannte weggestoßen haben und sie daran gehindert haben ihre Wohnung zu verlassen. Auch eine gefährliche Drohung soll gefallen sein. Vor Gericht zeigte sich der Mann reumütig. „Es tuat ma lad“, meinte er. Er könne sich an nichts mehr erinnern, aber wenn seine Bekannte ihm dieses Verhalten zur Last legt, werde es schon stimmen.

„Ich habe an dem Tag erfahren, dass ich eine Krankheit habe und habe über den Durst getrunken. Dann ist das eskaliert. Ich weiß nur, dass ich in meinem Wohnbereich verhaftet wurde“, gab der Mann seine spärlichen Erinnerungen wieder.

Richterin Nina Morawetz fragte den Mann, ob er ein Alkoholproblem habe und auch, ob er am Tag des Prozesses schon etwas getrunken habe. Er betonte mehrfach selbst, dass es ihm nicht gut gehe. „Ich bin krank und deshalb fühle ich mich nicht so wohl. Aber getrunken habe ich nichts“, so der Mann.

Bier, Rotwein, und ein paar Schnapserl

Was genau er am Tattag getrunken habe, wusste er nicht mehr. „Aber so sieben oder acht Bier, zwei Liter Rotwein und ein paar Schnapserl waren es“, erzählte der Angeklagte.

„Wir sind befreundet, er war bei mir. Es war alles ganz normal“, meinte das Opfer. Aber dann habe er getrunken. „Der Nachbar ist mit einem Rotwein vorbei gekommen und Schnaps war auch im Spiel“, so die Frau weiter. Plötzlich sei er aggressiv geworden, sie habe gesagt er solle gehen. Er wollte aber nicht.

„Er hat mich gestoßen, er hat ein Messer gehabt und gemeint ‚Spü di net, wennst deppert bist..‘ Mehr nicht“, so die Frau weiter. Fünf Monate Haft, so das nicht rechtskräftige Urteil.