Erstellt am 02. Oktober 2015, 15:56

von Gerhard Brandtner, Christian Feigl und APA Red

Gloggnitzer Bergsteiger stirbt. Bergabenteuer nicht überlebt: Die Berge waren die große Leidenschaft von Zoltan Benedek; der Extrembergsteiger wollte immer hoch hinaus.

Bei einem seiner letzten Abenteuer froren ihm bereits Zehen ab.  Diesmal wollte  der 51-jährige Gloggnitzer im Himalaya-Gebirge  zwei Gipfel ohne künstlichen Sauerstoff bezwingen. Das Vorhaben am 8.163 Meter hohen Mount Manaslu wurde ihm schließlich zum Verhängnis.

Nach ersten Meldungen der „Himalayan Times“  hat Benedek nach erfolgreicher Gipfelbesteigung die letzte Nacht nicht überlebt und ist im Camp IV an Erschöpfung gestorben. Der 51-Jährige war in einer 14-köpfigen Gruppe von Bergsteigern unterwegs. Der Zeitung zufolge wird der Mount Manaslu auch „Killer-Berg“ genannt. Benedek war dessen erstes Opfer der heurigen Saison.

Ein weiterer Angehöriger der Bergsteigergruppe, ein Franzose, sei am selben Tag per Lufttransport in ein niedriger gelegenes Camp im Rahmen eines Noteinsatzes ausgeflogen worden. Man versuche, die sterblichen Überreste des Niederösterreichers zu bergen und nach Kathmandu zu bringen.

Nepal hat für diese Herbstsaison 106 Alpinisten eine Genehmigung für die Besteigung des Manaslu gegeben. In der jüngsten Vergangenheit haben 40 Bergsteiger den Manaslu bezwungen. Zwei führende Organisatoren haben aber ihre Touren wegen hüfthohen Schnees und der Gefahr von Lawinen abgesagt. Als Folge des verheerenden Erdbebens in Nepal im April dieses Jahrs mit rund 8.900 Toten gibt es weiterhin massive Felsstürze und dabei auch Lawinen.

Ende September 2012 waren mehrere Alpinisten am Mount Manaslu bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen: Ein Deutscher, vier Franzosen, ein Italiener, ein Spanier und ein Nepalese. Drei Franzosen und zwei Deutsche waren gerettet worden. Zwei Österreicher blieben bei dem Lawinenabgang unverletzt.

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