Gloggnitz

Erstellt am 25. Januar 2017, 06:00

von Gerhard Brandtner

Semmering-Basistunnel wächst rasch. Von der Gloggnitzer Seite aus wurden die Stollen für den neuen Semmering-Basistunnel bereits 1.200 Meter vorgetrieben.

Aktuell befindet man sich in Gloggnitz rund 1200 Meter im Berg.   |  Österreichische Bundesbahnen

Seit dem Jahr 2015 geht es beim Baulos Gloggnitz des Semmeringbasistunnels „in den Berg“. Natürlich liegt vor den Mineuren noch eine Menge Arbeit, immerhin ist der Tunnel an die 27 Kilometer lang, mit der Inbetriebnahme der zweiröhrigen Bahnstrecke wird frühestens im Jahr 2025 gerechnet.

„Von Gloggnitz haben wir schon 1.200 Meter vorgetrieben“, so Pressesprecher Christopfer Seif – und meint weiter: „Zwei Querschläge wurden von Gloggnitz aus bereits errichtet.“ Solche Querschläge dienen der Sicherheit und sind alle 500 Meter vorgesehen. Derzeit wird die Baustelle gerade für den Abtransport des Ausbruchsmaterials aus dem Tunnel per Förderband vorbereitet.

350 Personen sind auf den Baustellen tätig

Das Gestein wird auf der Baustelle zwischengelagert und dann, umweltschonend per Bahn abtransportiert – dafür wurde bereits ein eigenes Gleis gelegt und eine Verladestation eingerichtet. Neben Gloggnitz gibt es in Göstritz die zweite Baustelle in Niederösterreich.

Den Zugangstunnel hat man aktuell rund 800 Meter in den Berg vorgetrieben. Auf den Baustellen Gloggnitz und Göstritz sind rund 350 Personen beschäftigt.

Gut angenommen wird übrigens auch die täglich geöffnete, begehbare Info-Box bei der Gloggnitzer Portalbaustelle, die bei freiem Eintritt besichtigt werden kann und zahlreiche interessante Informationen über das Bauvorhaben gibt.