Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:38

von Philipp Grabner

Großbrand: 54 Tiere verenden in Flammen. Stadlbrand in Mariensee forderte rund 100 Feuerwehrleute - Ursache des Brandes war eine Strohmühle.

 |  NOEN, Einsatzdoku - Lechner

Es war ein Einsatz, den die Region in einer derartigen Dimension schon lange nicht mehr gesehen hat.Am vergangenen Freitag heulten um 14 Uhr die Sirenen: Die Florianis werden zu einem Stadlbrand nach Mariensee (Gemeindegebiet Aspangberg-St. Peter) gerufen.

Kurz nach Eintreffen von Einsatzleiter und FF-Kommandanten Josef Stickelberger erhöhte dieser auf die höchste Alarmstufe B4. Aufgrund der hohen Intensität des Brandes drohte sich das Feuer anfangs auch auf das angrenzende Wohngebäude auszubreiten, was die Feuerwehrleute im letzten Moment verhindern konnten.

Besitzer konnten sich ins Freie retten

Den Besitzern des Gebäudes passierte glücklicherweise nichts, sie konnten sich zuvor ins Freie retten. Für viele der Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die traurige Bilanz des Großbrandes: Insgesamt verloren 15 Kühe, sechs Schafe, drei Schweine und dreißig Hühner in den Flammen ihr Leben. „Einige Tiere konnte zuvor vom Besitzer ins Freie gebracht werden, aber viele schafften es nicht“, so der Einsatzleiter und Mariensees FF-Kommandant, Josef Stickelberger zur NÖN.

Gegen Sonntagnachmittag konnte Stickelberger der NÖN auch die Brandursache melden: Eine Strohmühle verursachte das Unglück.

Insgesamt dauerte der Einsatz rund 29 Stunden, Samstagabend konnte um 19 Uhr „Brand Aus“ gegeben werden.

NÖN: Herr Kommandant, Sie wurden am Freitag gegen 14 Uhr zum Einsatz gerufen. Wann konnten Sie schließlich ,Brand Aus‘ geben?
Josef Stickelberger: Am Samstag um 19 Uhr. Wir dachten, der Einsatz kann bereits früher beendet werden, aber das Heu hat immer wieder aufgeflackert.

Kann man bereits sagen, was die Ursache des Brandes war?
DieBrandursache war, so wie ich es mir zunächst auch dachte, die Strohmühle. Mit dieser wurde am Vormittag noch gearbeitet, sie war nicht defekt. Laut dem Sachverständiger kommt das des Öfteren vor.

Sind Sie mit dem Verlauf dieses Einsatzes zufrieden?
Schon. Der Einsatzverlauf hat bestens funktioniert, man kann sich in so einer Situation eigentlich nichts Besseres wünschen. Gut war, dass der Einsatz bei Tag war, in der Nacht wäre das alles viel schwieriger gewesen, da wäre vermutlich das ganze Haus draufgegangen.