Erstellt am 26. Mai 2016, 06:04

Rettung am Berg. Bei der Puchberger Bergrettung wurde ein neuer Obmann gewählt und kürzlich ging es für die Retter wieder um Leben und Tod.

Andreas Zederbauer, Manfred Schönthaler, Philipp Brenner, Ortsstellenleiter Gerhard Lesch und Sebastian Knotzer.  |  NOEN, Foto: Bergrettung Puchberg

Nachdem Lukas Danninger zwei Jahre Obmann der Bergrettung Puchberg war, hat er aus beruflichen Gründen sein Amt niedergelegt. Bei der vorgezogenen Neuwahl Anfang Mai übernahm Gerhard Lesch die Puchberger Ortsstellenleitung. Sein Stellvertreter wurde Manfred Schönthaler.

Im Zuge der Versammlung wurde auch ein langjähriges Mitglied geehrt: der ehemalige Ortsstellenleiter Eduard Gschaider ist seit 50 Jahren der Bergrettung verbunden und übt noch heute gerne seine Tätigkeit als Bergretter aus.

Und das der Dienst der Bergretter unbezahlbar ist, zeigte sich wieder einmal vergangene Woche, als Dienstag abends Alarm geschlagen wurde.

Unterstützung durch Hubschrauber

Die Bergretter wurden zu einer Suchaktion im Gebiet des Kuhschneebergs gerufen. Die Hüttenwirte der Edelweißhütte am Faden in Losenheim machten sich Sorgen, nachdem ein Nächtigungsgast nicht, wie erwartet nach seiner Tour zurückgekehrt war. Der gesuchte Mann konnte in den Morgenstunden leicht verletzt und unterkühlt gefunden werden.

Der in Wien lebende Südkoreaner war am späten Vormittag, mit der Absicht am Abend wieder auf der Hütte zu sein, zu einer Wanderung in Richtung Fadenweg aufgebrochen. Nachdem der 55-Jährige in den Abendstunden nicht wie erwartet auf der Hütte eintraf, ging die Suche los. Unter Mithilfe der Nachbarortsstellen Reichenau und Grünbach suchte man mit Unterstützung des Hubschraubers des Innenministeriums.

Eine Handyortung konnte das Gebiet, indem sich die abgängige Person befinden musste, eingrenzen, welches anschließend von etwa 20 Bergrettern systematisch durchkämmt wurde.