Erstellt am 01. Dezember 2015, 13:45

Güterzugwaggons auf Südbahn entgleist. Auf der Südbahn ist es Dienstag früh um 08:45 Uhr im Semmering-Gebiet auf niederösterreichischer Seite zu einer Güterzugentgleisung gekommen.

 |  NOEN, ORF (ORF)
Das Wichtigste: dem Lokführer geht es laut ÖBB den Umständen entsprechend gut, er ist mit leichten Blessuren davon gekommen und es ist kein Gefahrenguttransport in den Zwischenfall involviert. Wie und warum es zu dem Unfall gekommen ist, steht derzeit noch nicht fest und ist Gegenstand der Erhebungen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Untersuchungen und Arbeiten am Unfallort aufgrund der exponierten Lage sehr schwer gestalten, wird sich die Streckensperre in etwa über drei Wochen erstrecken bis alle Instandsetzungsmaßnahmen erledigt sind.

Während dieser Zeit ist für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag eingerichtet, für den Nahverkehr von Payerbach-Reichenau bis Semmering.

Instandsetzung aufwendig – längerer Schienenersatzverkehr

Aufgrund der Lage – die Entgleisung ist im Pollereswandtunnel (liegt zwischen Breitenstein und Semmering), der beidseitig an hohe Viadukte anschließt, passiert, und es ist zum Unfallort keine Zufahrt über Straßen oder Wege möglich – ist es für die Einsatzkräfte sehr schwierig, mit er erforderlichen Gerätschaft zum Unfallort zu gelangen und die notwendigen Maßnahmen durchzuführen.

Wie lange die Strecke tatsächlich gesperrt bleiben wird, wissen wir nachdem die Wagen von der Unfallstelle entfernt sind und wir sehen, in welchem Ausmaß die Schieneninfrastruktur beschädigt ist bzw. wie lange die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen in Anspruch nehmen werden.

Nachdem sich die Situation jedoch so darstellt, dass sowohl im Bereich der Schieneninfrastruktur als auch bei Oberleitung und Signalen erhebliche Schäden abschätzbar sind, kann von bis zu drei Wochen ausgegangen werden. "Wir arbeiten jedenfalls mit Hochdruck daran, das Bahnfahren für die Kunden noch vor den Weihnachtsfeiertagen wieder zu ermöglichen", so die ÖBB in einer Aussendung.

Ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen ist für den Zeitraum der Streckensperre eingerichtet: Für den Fernverkehr im Abschnitt Gloggnitz - Mürzzuschlag, für den Nahverkehr von Payerbach-Reichenau bis Semmering.

Unfallursache noch nicht bekannt

Zum Unfallhergang liegen aktuell noch keine genauen Erkenntnisse vor, die Ursache wird im Zuge der Untersuchung des Vorfalls erhoben.