Erstellt am 04. Februar 2016, 02:23

von Christian Feigl

Helfer kamen ins Stöhnen. Die Mitarbeiter hatten mit dem langen Sommer und dem Transitlager für Flüchtlinge in Ternitz alle Hände voll zu tun - große Pläne für das heurige Jahr.

 |  NOEN, zVg

Über eine Million gefahrene Kilometer, 31.277 Transporte und 280.000 Arbeitsstunden: Mit beeindruckenden Zahlen kann die Bezirksstelle des Roten Kreuzes Neunkirchen in ihrem Jahresrückblick aufwarten. Bezirksstellengeschäftsführer und Bezirkskommandant Walter Grashofer kann daher von einem Rekordjahr sprechen und ist stolz auf die Leistung seines Teams, das aus 458 Freiwilligen, 58 Angestellten und 47 Zivildienern besteht.

„Auffallend war im Vorjahr, dass wir auch eine Rekordzahl von Rettungseinsätzen hatten. Ich führe das auf den langen und tollen Sommer in unserer Tourismusregion zurück. Es gab zahlreiche Wander- und Badeunfälle, auch Folgeunfälle im Verkehr“, erklärt der Rettungsexperte.

"Flüchtlinge waren auch Schwerpunkt"

Ein weiterer Schwerpunkt war ab Herbst die Flüchtlingsbetreuung im Ternitzer Transitlager, wo die Neunkirchner Helfer alleine rund 14.000 Arbeitsstunden investierten.

Auch im heurigen Jahr hat die Bezirksstelle Großes vor: „Wir möchten eine Tagesseniorenbetreuung etablieren und einen Schwerpunkt bei der Ausbildung von Besuchsdiensten setzen“, blickt Grashofer in die Zukunft. Am Rot Kreuz-Gelände sollen auch Flüchtlinge betreut werden – konkrete Pläne liegen aber noch nicht vor.

Deshalb suchen die Verantwortlichen neben Freiwilligen auch Spender: „Hier sind wir über Zuwachs in jedem Bereich dankbar. Denn das brauchen wir für unser vielfältiges Betätigungsfeld, das von Jahr zu Jahr wächst!“ Im Bereich der Gesundheits- und sozialen Dienste (GSD) wächst der Bedarf ebenfalls stetig, wie Grashofer weiß.

Hilfe in jeder Lebenslage

So wurden im Jahr 2015 17.640 Stunden Hauskrankenpflege absolviert, 229 Rufhilfegeräte installiert und 72 Kriseninterventionen durchgeführt. Speziell ausgebildete Rot-Kreuz-Mitarbeiter kümmern sich in psychischen Extremsituationen – etwa nach dem Tod eines nahen Verwandten – um die Hinterbliebenen.

Die Tafel des Team Österreich gilt als sozialer Fix-und Stützpunkt im Bezirk. So konnten im Vorjahr an über 4.000 Hilfsbedürftige 70.000 Kilogramm Lebensmittel verteilt werden.