Erstellt am 06. Oktober 2015, 07:12

von Gerhard Brandtner

Himalaya-Drama um Gloggnitzer Kletterer. Der 51-jährige Extrembergsteiger Zoltan Benedek starb nach den Strapazen eines Gipfelsiegs am Mount Manaslu.

+ Zoltan Benedek war im Bezirk und darüber hinaus eine Bekanntheit.  |  NOEN, Foto: privat

Die Berge waren die Leidenschaft des Gloggnitzers Zoltan Benedek. Von seiner letzten Reise kehrte er jetzt nicht mehr zurück. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist der 51-jährige verstorben.
Das Abenteuer begann Anfang September. Als Teil einer 14-köpfigen Gruppe wollte man den 8.163 hohen Mount Manaslu im Himalaya bezwingen. Am 6. September begann vom Basiscamp der Aufstieg.

Schon im Tourtagebuch konnte man nachlesen, dass der Aufstieg den Teilnehmern alles abverlangte. Am 30. September war es dann endlich soweit. Vom Camp Vier sollte am nächsten Tag der Aufstieg auf den Gipfel realisiert werden. Und am 1. Oktober schrieb Expeditionsleiter Dan Mazur in seinem Blog, dass man am Gipfel angekommen sei und den Blick auf den Everest genießt. Nach der erfolgreichen Gipfelbesteigung kehrte man in das Camp zurück.

„Es ist ein Drama. Er war ein Supersportler“

Die nächste Nacht hat Benedek nicht überlebt und ist an Erschöpfung gestorben. „Er ist eingeschlafen und einfach nicht mehr aufgewacht“, zeigt sich auch Bürgermeisterin Irene Gölles vom Tod des Gloggnitzers erschüttert. „Wir sind alle tief betroffen, war er doch weit über die Grenzen der Stadt und des Bezirks hinaus als Alpinist bekannt. Zudem hat er sich auch in anderen Vereinen sehr engagiert“, so Gölles.

Einer, der den Sportler Zoltan Benedek ebenfalls über viele Jahre lang begleitet hat, ist Walter Hummer von der Raiffeisenbank. Das Geldinstitut hat den Extrembergsteiger gesponsert und auch die letzte Expedition unterstützt. „Es ist ein Drama. Er war ein Supersportler. Ich war immer davon überzeugt, wenn es einer schafft dann er“, so Hummer. Bei einem seiner letzten Abenteuer sind ihm Zehen abgefroren, seine Begeisterung für das Bergsteigen hat er dadurch aber nicht verloren. Der Gloggnitzer hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.