Hochegg

Erstellt am 25. April 2017, 05:33

von Tanja Barta

Biogas-Anlagen wird der Hahn zugedreht. Die Zukunft der alternativen Energieversorgung in der Buckligen Welt steht nach dreizehn Jahren auf dem Spiel.

Biogasanlage, Symbolbild (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

13 Jahre lang wurde in der Buckligen Welt ein Teil der Bevölkerung mit Biogas versorgt. Das könnte jedoch bald der Vergangenheit angehören, denn die Verträge für Anlagen laufen aus und die Bundesregierung steigt bei weiteren Förderungen auf die Bremse.

„Wasser und Strom brauchen wir. Wenn wir das nicht haben, dann werden wir ganz nervös“, bringt es ÖVP-Bürgermeister Engelbert Pichler aus Grimmenstein, der selbst eine Biogas-Anlage betreibt, auf den Punkt. In der Buckligen Welt gibt es insgesamt acht Biogas-Anlagen. Sie zusammen versorgen ca. 4.500 Haushalte mit Energie. Doch demnächst laufen die Verträge, die mit der Ökostromabwicklungsstelle geschlossen wurden, aus. „Ich muss ab 1. Mai abdrehen“, so Pichler.

Verteilung der Energie geht über die EVN

Die Verteilung der Energie geht über die EVN und genau da liegt momentan eines von vielen Problemen. „Wir können nicht sagen, dass sich ein paar Bewohner zusammentun und das Gas bezahlen. Da bräuchten wir ein eigenes Netz und dafür müsste jahrelang vorgeplant werden“, so Erich Mandl von der Projekt-Beratungs und Entwicklungs GmbH. „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, damit der Zug weiterfährt“, richtet sich ÖVP-Nationalrat Hans Rädler an die Zuhörer der Pressekonferenz.

Denn die Zukunft liegt in der E-Mobilität und dafür braucht man Strom. „Woher soll der dann kommen? Wir werden am Ende zu wenig Strom haben, um das alles betreiben zu können“, so ein besorgter Zuhörer. Laut Rädler wird man auch gerichtlich vorgehen, um die Zukunft der Biogas-Anlagen zu sichern.