Höflein an der Hohen Wand

Erstellt am 05. Juli 2016, 05:45

von Clemens Thavonat

Top-Heuriger Mohr-Sederl ist Geschichte. Nachdem die Ausstecktermine bereits drastisch reduziert worden waren, kam nun das totale Aus für den Mostheurigen.

Das Kranzerl für Aussteck-Termine dürfte Geschichte sein. Der Top-Heurige von Doris und Andreas Sederl  schließt seine Pforten.  |  Clemens Thavonat

Der bekannte und beliebte Most-, Saft- und Schnapsproduzent sowie Top-Heurige Andreas Mohr-Sederl hat die Schließung des Heurigenbetriebes am Fuße der Hohen Wand vor.

Als Grund für diesen Schritt gibt der Chef bekannt, dass sich seine Eltern Marianne und Fred in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. „Derzeit ist der Betrieb in dieser Form durch meine Generation nicht in gleicher Qualität führbar. Da fehlen die Eltern an allen Ecken und Enden.“ Weiters seien die Kinder noch zu klein, um in die Betriebsabläufe eingebunden werden zu können.

Bauliche Veränderungen in Angriff nehmen

„Wir werden unsere ,Fruchtwelt‘ zu einer hundertprozentigen Erlebniswelt umgestalten“, erklären Doris und Andreas Sederl dazu. Der Startschuss dazu fällt nach dem aktuellen Heurigentermin. Schritt für Schritt soll der Umbau noch heuer beginnen und im kommenden Jahr fertiggestellt sein.

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„Ziel ist es, genussvolles Verkosten und Einkaufen in neuer Atmosphäre zu ermöglichen und gleichzeitig mitverfolgen zu können, wie und wo unsere Produkte hergestellt werden“, formuliert Sederl einen der Gründe für das neue Projekt. Aber auch Betriebsführungen mit Blicken hinter die Kulissen eines derartigen Unternehmens möchte die Familie in Zukunft anbieten.

„Keine Angst“, beruhigt Doris Sederl, „wir werden auch sogenannte ,Fruchtschoppen‘, verschiedene Themenabende, ab und zu eine Gin-Lounge, Christkindlwerkstätten und vieles mehr anbieten, wobei auch die Kulinarik sicher nicht zu kurz kommen wird.“ Vorerst, das ist aber bereits klar, geht es nur darum, die baulichen Veränderungen in Angriff zu nehmen. Und das soll bereits ab kommender Woche mit ersten Schritten in Angriff genommen werden.