Erstellt am 22. Mai 2016, 19:35

von Christian Feigl

Hofer siegte in 42 von 44 Gemeinden. Wäre das Ergebnis des Neunkirchner Bezirks richtungsweisend, dann würde FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bereits als neuer Bundespräsident feststehen: Er erreichte im Bezirk Neunkirchen 59,2 Prozent, sein Mitbewerber Alexander Van der Bellen kam auf 40,8 Prozent, die Wahlbeteiligung stieg gegenüber zuletzt nur minimal um 0,4 auf 69,5 Prozent.

Alexander Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer  |  NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
Hofer hatte in 42 der insgesamt 44 Bezirksgemeinden die Nase vorne: Nur in Würflach (um eine Stimme) und in Buchbach setzte sich Van der Bellen an die Spitze. Bei den Grünen regierte am Sonntagabend vorsichtiger Optimismus: „Es könnte sich ausgehen, das wäre großartig“, war Bezirkssprecher und Neunkirchens Vizebürgermeister Martin Fasan vorsichtig optimistisch.
 
Bei den Freiheitlichen hingegen wusste man nicht so recht, ob Freude oder Ärger überwiegen sollten. Zumindest das Bezirksergebnis gefiel Parteichef Edi Tauchner und seinen Freunden aber dann doch recht gut: „Wir haben alles gegeben und zumindest im Bezirk teilweise großartige Gemeindeergebnisse geschafft. Allerdings ist das nicht das Gesamtergebnis, was wir uns am Ende gewünscht hatten, doch da hatte der Wähler das wichtigste Wort zu sprechen.“
 
Bei den bereits im 1. Wahlgang geschlagenen Großparteien zeigte man sich als faire Verlierer: „Es handelt sich eine demokratische Entscheidung für das Amt des Bundespräsidenten, die voll und ganz zu respektieren ist“, so etwa ÖVP-Bezirksparteichef LAbg. Hermann Hauer und sein SPÖ-Pendant LAbg. Bgm. Rupert Dworak unisono. Letzterer hoffte aber, dass sich Van der Bellen den Platz an der Sonne holen wird.
 
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