Erstellt am 19. April 2016, 05:04

von Christian Feigl

Keine Freilaufzone für Hunde geplant. Hundebesitzer wünschen sich eigene Fläche im Stadtpark für ihre Vierbeiner: Stadt sieht Kosten- und Platzproblem.

Der alte Schießplatz an der Puchberger Straße wird neuerdings als mögliche Hundefreilaufzone ins Auge gefasst, nachdem es bei der Realisierung entlang des Zehnergürtels zu Problemen gekommen ist. Hundebesitzer Andreas Fink und Stephan Klosowski nutzen das Areal schon jetzt.  |  NOEN, Franz Baldauf
Auch wenn bei vielen Hundebesitzern der Wunsch Vater des Gedanken ist und Wiener Neustadt oder Ternitz bereits welche besitzen – für die Stadtverantwortlichen ist die Zeit noch nicht reif für eine Hundefreilaufzone in der Bezirkshauptstadt.

„Für eine Stadt in unserer Größenordnung steht der Aufwand nicht. Auch wenn ich für die Forderung Verständnis habe. Aber gesamt betrachtet wäre dieses Projekt einfach zu teuer“, erklärt Grüne Vizebürgermeister Martin Fasan diesbezüglichen Wünschen eine klare Absage. Wiewohl er zugibt, dass sich sogar einmal seine Partei mit diesem Gedanken getragen hat: „Wir hätten uns dafür eine Grünfläche im Stadtpark vorstellen können, aber das Gelände einzuzäunen und alles herrichten, steht nicht dafür, da bitte ich um Verständnis.“

Finanzierung nicht als großes Problem

Gleichzeitig merkt er an, dass es genügend Grünflächen für Hunde im Stadtgebiet geben würde. Und in wenigen Minuten sei man am Stadtrand, bei den Feldern oder am Petersberg. Nicht grundsätzlich abgeneigt ist dem Projekt hingegen ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer: „Die Diskussionen gibt es ja schon lange, aber ich würde dafür als Standort nicht den Stadtpark bevorzugen. Da sind zu viele Kinder und ältere Menschen unterwegs!“ Zudem appelliert er an die Hundebesitzer, die Leinenpflicht wahrzunehmen. Warum das Projekt bislang noch nicht realisiert wurde?

„Weil ich noch keinen geeigneten Platz gefunden habe!“
Auch SPÖ-Stadtrat Günther Kautz kann der Idee viel Positives abgewinnen: „Ich würde mich dieser Idee nicht von Haus aus verschließen. Und wenn man es nicht probiert, kann man auch nicht wissen, ob es funktioniert oder nicht!“

Die Finanzierung sieht er nicht als großes Problem: „Das Gelände muss ja nicht riesig sein und die paar Meter Zaun wird sich die Gemeinde leisten können. Zur Not kann man es ja auch über Sponsoring versuchen“, hat Kautz gleich eine Idee zur Geldfindung parat.