Erstellt am 07. April 2016, 03:04

von Tanja Barta

Kirchengeher wurden zur Wahlurne gebeten. Entscheidung / Der Überschuss von 142.000 Euro wird gänzlich für die örtliche Pfarre verwendet. Das bestimmten die Kirchengeher. SCHEIBLINGKIRCHEN / Großer Tag für die Pfarre Scheiblingkrichen am Sonntag: Erstmals stimmten die Kirchengeher ab, was mit dem Überschuss von 142.

Pfarrer Ulrich Dambeck und Pfarrgemeinderätin Monika Knöbel freuten sich über die große Teilnahme der Kirchengeher.  |  NOEN, Barta

Großer Tag für die Pfarre Scheiblingkrichen am Sonntag: Erstmals stimmten die Kirchengeher ab, was mit dem Überschuss von 142.000 Euro passieren sollte.

Die Wähler konnten sich entscheiden, welchen Vorschlag sie präferieren würden. Einer dieser Vorschläge lautete, dass man die 142.000 Euro drittelt und das Geld für einen Kirchenbau in Afrika, eine Renovierung des Pfarrheims und für künftige Abreiten an der Kirche verwenden solle. Der andere Vorschlag war, dass man das Geld ausschließlich für die Pfarre in Scheiblingkirchen verwende.

Über 200 Personen schritten zur Wahlurne und gaben ihre Stimme ab. Am Schluss lag die Mehrheit aber beim 2. Vorschlag.

 Uneinigkeit im Pfarrgemeinderat

Ausschlaggebend für diese Wahlen war die Uneinigkeit im Pfarrgemeinderat. Dieser konnte sich nämlich nicht entscheiden, was mit dem Geld jetzt eigentlich genau passieren soll. Die 142.000 Euro wurden damals von Pfarrer Josef Mayer gesammelt, um einen Kirchenneubau in Scheiblingkirchen zu ermöglichen. Dieser hat so jedoch nie stattgefunden und deshalb ist die Pfarre mehr oder weniger auf dem Geld sitzen geblieben.

Doch das wollte der Pfarrgemeinderat in einer seiner Sitzungen ändern. Dass sich aber selbst dieser nicht im Klaren sein wird, was er mit 142.000 Euro machen soll, hätten die Gemeinderäte selbst nicht geglaubt. „Wir haben dann entschieden, dass die Kirchengeher darüber bestimmen sollen“, erzählt Pfarrgemeinderätin Monika Knöbel.

Über die konkreten Pläne wird nun in den nächsten Wochen entschieden.