Erstellt am 19. Oktober 2015, 16:44

von NÖN Redaktion

Kirchweihfest in Schwarzau am Steinfeld. 1865 begann der Bau der heutigen Pfarr- und Wallfahrtskirche in Schwarzau am Steinfeld auf Initiative von Erzherzogin Maria Theresia, Gräfin von Chambord.

 |  NOEN, Victoria Schmidt
Die kaiserliche Hoheit spendete dafür 20.000 Gulden. Die Kirche wurde in der Folge um einiges höher und länger, bekam eine Gewölbedecke und zwei Kuppeltürme – somit wurde aus einem kleinen Kirchlein eine ansehnliche Kirche.



Mit dem Bau wurde zu Ostern begonnen, nach einer unglaublich kurzen Bauzeit konnte bereits am 18. Oktober 1865 die Kirchweihe gefeiert werden. Auf den Tag genau 150 Jahre später, am vergangenen Sonntag, wurde diese Geschichte bei einer Festmesse mit Bischofsvikar Rupert Stadler wieder lebendig. Musikalisch umrahmt wurde die Messe vom Kinderchor der Pfarre sowie dem bereits langjährigen Organisten Harald Graf. Auch der Musikverein Breitenau spielte auf.

Im Rahmen des Festes erfolgten zudem vier Ehrungen. Die Mesner Vera Schwarzenecker, Traude und Johann Fenz sowie Organist Harald Graf wurden für ihre langjährigen Verdienste in und um die Pfarre Schwarzau/Breitenau ausgezeichnet. Bischofsvikar Rupert Stadler steckte ihnen den Stephanusorden in Bronze an. Im Anschluss gab es eine Ausstellung über die Geschichte der Pfarre, mit Skizzen und Plänen von 1865, aber auch bewegenden Geschichten. Etwa jener des Kaplans Heinrich Maier, der von 1932 bis 1934 in Schwarzau wirke und 1945, einen Tag vor der Befreiung Wiens von den Nazis, wegen Hochverrats hingerichtet wurde.

Bei der Feierlichkeit wurde aber nicht nur auf die Vergangenheit eingegangen, sondern auch ein Bogen zur Gegenwart gespannt. Die Pfarrkirche bedarf einer kostenaufwendigen Generalsanierung. Die Statik sowie der Innenraum wurden bereits im Vorjahr in Angriff genommen. Ein nächster Schritt wird die Renovierung der Kirchtürme sein. Seitens der Gemeinde Schwarzau sicherte SPÖ-Bürgermeister Günther Wolf zu, die Pfarre dabei zu unterstützen.