Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:32

von Christian Feigl

Bevölkerung bleibt über. Christian Feigl über die drohende Schließung des Finanzamts in Neunkirchen.

Ein Bezirk ohne eigenes Finanzamt? Was in einigen Regionen in Niederösterreich bereits zur bitteren Realität wurde, ist für den Bezirk und die Stadt Neunkirchen undenkbar. Diesbezüglichen Plänen zur Schließung der Behörde in der Bezirkshauptstadt weht seit der Vorwoche ein starker politischer Wind entgegen. Landtagsabgeordneter Hermann Hauer und Bgm. Herbert Osterbauer, beide ÖVP, eilten sogar zu persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen nach Wien.

Tenor ihrer Forderung: Zumindest die Form einer Anlaufstelle soll für die Bevölkerung erhalten bleiben. Von der Stadt gab es sogar das Angebot, diese im Rathaus unterzubringen. Die Argumente dafür sind schlüssig: Eine persönliche Kontaktmöglichkeit ist insofern wichtig, da zum einen nicht jeder im Bezirk mit Internet ausgerüstet ist, und zum anderen das auch gar nicht in sämtlichen Teilen des Bezirks möglich ist.
Organisatorisch ist der Plan des Finanzamtes verständlich und legitim. Es bleiben allerdings wieder einmal die Betroffenen vor Ort auf der Strecke. Wie so oft bei Sparmaßnahmen im Verwaltungsbereich.