Erstellt am 22. März 2016, 05:24

von Christian Feigl

FPÖ-Opposition ist ausbaufähig. Christian Feigl über den Auftritt von Neunkirchens FPÖ-Gemeinderat Norbert Höfler.

Politische Oppositionsarbeit ist, wenn sie ernsthaft betrieben wird, gut, wichtig und teilweise auch befruchtend. Wie das mitunter geht, beweist die Neunkirchner SPÖ, seit sie in diese für sie neue Rolle gedrängt wurde. Hartnäckig, top vorbereitet, fundierte Argumente und nicht auf Muss untergriffig – ein einer Oppositionspartei würdiges Vorgehen.

Wie es nicht geht, das bewies zuletzt FPÖ-Mandatar Norbert Höfler in der Gemeinderatssitzung. Nur mit verbalen „Rülpsern“ wie „Misswirtschaft“, „Schiffbruch“ oder „an die Wand fahren“ zu agieren, ohne dabei in die Tiefe zu gehen, ist nicht nur für seine Kollegen und die Zuhörer teilweise unverständlich, sondern politisch ganz einfach zu wenig. Das mag zwar am Anfang beeindrucken, hat aber auf die Dauer zu wenig Substanz.

Da muss in Zukunft mehr kommen. Immerhin erfrischend ist dabei seine Ehrlichkeit. Bei einem Punkt bat er um Aufklärung, gestand freimütig, sich „des net aungschaut zu haben!“ Einen Eindruck, den man bei ihm übrigens bei mehreren Tagesordnungspunkten gewinnen hätte können.