Neunkirchen

Erstellt am 16. Mai 2017, 05:14

von Christian Feigl

Abgang mit großer Lücke. Christian Feigl über das politische Ende von Claudia Pinkl in Neunkirchen.

Personeller Paukenschlag bei der ÖVP Neunkirchen: Peischings Ortsvorsteherin und engagierte Gemeinderätin Claudia Pinkl hat in der Vorwoche alle ihre Ämter hingeschmissen. Persönliche Gründe und allgemeine Unzufriedenheit mit dem Umgang untereinander– vor allem auch im Gemeinderat – seien für ihre Entscheidung ausschlaggebend gewesen.

Ein lautstarker Disput mit einem ÖVP-Funktionär am Maifest brachte letztendlich das Fass, in dem es schon länger gärte, zum Überlaufen. Pinkls Abgang ist in vielerlei Hinsicht ein Verlust.

Zum einen war sie eine äußerst engagierte Politikerin, die ihre Ämter sehr ernst nahm und gewissenhaft erfüllte. Was man nicht von jedem behaupten kann. Zum anderen war sie eine, die sich – auch parteiintern – kein Blatt vor den Mund nahm und Kritik übte. So stellte sie sich etwa gegen die Gagenerhöhung der Gemeinderäte. Auch eine Charaktereigenschaft, die heute selten geworden ist.

Für die ÖVP wird es schwer, diese Lücke zu schließen. Denn, wie man bei der SPÖ gesehen hat, ist es gar nicht so leicht, adäquates Personal zu finden.