Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von Fritz Hauke

Keine Chance für Spekulanten. Fritz Hauke über den neuen Gloggnitz-Trainer.

Ein Blick auf die Uhr. Beziehungsweise das Handy. Es ist ein lauer März-Vormittag, als Thomas Leonhardsberger die Katze aus dem Sack lässt. Neuer Trainer in Gloggnitz. Ab Sommer. Offiziell, ab sofort. Der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung?

Ja, der ist ungewöhnlich. Normalerweise üben sich Funktionäre und Trainer in dieser Phase noch im „Tarnen und Täuschen“. Nichts sei fix, alles möglich. Aber diese Form der Kommunikation ist auch extrem fair. Extrem fair dem scheidenden Trainer Jürgen Weber gegenüber – er ist der erste (frische) Trainer am Sommer-Markt, sollte er so lange überhaupt ohne neuen Verein bleiben. Extrem fair gegenüber Leohardsbergers baldigen Ex-Verein Krieglach, die sich schon jetzt um eine Nachfolger Gedanken machen können (und müssen).

Extrem fair gegenüber Leonhardsberger, der neben seiner Aufgabe in der Steiermark schon jetzt am Kader für die neue Saison basteln kann.

Und das Engagement Leonhardsbergers bei Gloggnitz birgt natürlich auch eine gehörige Portion Fußballromantik. Abgesehen von der Heimkehr eines verlorenen Sohns an alte Wirkungsstätte – die Wiedervereinigung mit Stürmer David Hofer ist fast schon kitschig. In Hirschwang blieb ihnen der große Erfolg verwehrt, jetzt gibt‘s eine zweite Chance.