Erstellt am 21. März 2017, 05:00

von Fritz Hauke

Keine Linie erkennbar. Fritz Hauke über den St. Egydener Trainerwechsel.

Mario Graf, Ossi Lechner, Herbert Obmann – ein Verein, drei Trainer. In St. Egyden geben sich die Betreuer mittlerweile im Drei-Monats-Takt die Klinke in die Hand. Eine klare Linie ist da nicht erkennbar…

…vor allem die Bestellung und Abberufung von Lechner stimmt nachdenklich. Mario Graf soll zu professionell gewesen sein und zu viele nicht-umsetzbare Dinge sportlicher Natur gefordert haben – und musste gehen. Beziehungsweise ging. Ossi Lechner wurde mit den Spielern nie wirklich warm. In der Kabine gab es Misstöne. Er hätte es nach einer kompletten Vorbereitung zumindest verdient, unter Beweis zu stellen, wie seine Methoden im Liga-Alltag greifen oder eben auch nicht greifen.

Einen Trainer ohne einem einzigen Pflichtspiel wieder vor die Tür zu setzen macht in der Außendarstellung keinen schlanken Fuß. Dessen sollte sich der sonst sehr ambitionierte Vorstand bewusst sein – denn mit der Arbeit im Umfeld hat sich der FC St. Egyden mittlerweile eigentlich einen guten Namen gemacht.

Herbert Obmann ist mit Sicherheit für St. Egyden ein Top-Mann – doch zaubern wird auch er nicht können. Um nicht das nächste Opfer des St. Egydener Schleudersitz zu werden wird Obmann wohl im Sommer Verstärkungen benötigen.