Erstellt am 13. Februar 2018, 05:00

von Christian Feigl

Nur am Anfang gut genug. Christian Feigl über das Ende einer Asylunterkunft in Neunkirchen.

Seit Februarbeginn ist die Asylwerberunterkunft in der Neunkirchner Talgasse Geschichte. Weil die Mängel nicht mehr tolerierbar waren, sah sich das Land zu dieser Maßnahme gezwungen. Und die Stadt konnte für die Behebung nicht die finanziellen Mittel aufbringen.

Sicherlich – für Neunkirchen, in der zu Spitzenzeiten über 200 Asylwerber untergebracht waren, nicht von Nachteil. Aber die Betroffenen aus einem funktionierenden Sozialsystem mit in Anspruch genommenen Bildungs- und Betreuungsangeboten einfach rauszureißen, ist brutal und zeigt nicht gerade von Fingerspitzengefühl.

Wer die Wohnungen kennt, weiß, dass diese nicht dem Idealbild entsprachen. Aber die Untergebrachten waren froh, ein Dach über den Kopf zu haben und kompetente Betreuung zu genießen. Nie habe es auch nur irgendwelche Beschwerden gegeben, beteuert die Stadt.

Und so bleibt ein fahler Nachgeschmack: Denn immerhin war ja das Quartier auch einmal genehmigt worden. Da dürften die Verantwortlichen bei den Kriterien aber wohl noch nicht so genau gewesen sein...