Neunkirchen

Erstellt am 05. Juli 2016, 05:09

von Christian Feigl

Zerreißprobe für die Regierung. Christian Feigl über die Nicht-Umsetzung der 2. Phase der Neunkirchner Verkehrslösung.

Wie ein Dampfhammer senkte sich die Hiobsbotschaft, dass die 2. Phase der geplanten Verkehrslösung in Neunkirchen nun doch nicht realisiert wird, auf die krisengeschüttelten Häupter der Innenstadt-Geschäftsleute: Sie hatten große Hoffnungen in das von den Polit-Verantwortlichen bereits mehr oder weniger versprochene Projekt gesetzt: Die Einbahn in der Wiener Straße sollte umgedreht und mit einer Begegnungszone in der Herrengasse eine Verbindung und Stadt der kurzen Wege geschaffen werden.

Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Weil es in der Regierung keinen politischen Konsens gibt, wird die Lösung auf Eis gelegt. Vorerst. Und hoffentlich nicht allzu lange. Denn mit der Realisierung der 1. Phase im Herbst, die nur eine Erleichterung des Verkehrsflusses für die Geschäfte rund um den Panoramapark bringt, dürfte das ohne Umsetzung der 2. Phase den finalen Todesstoß für die Innenstadt bedeuten. Die Stadtregierung steht erstmals seit Jahren vor einer Zerreißprobe. Jetzt werden auch einmal mutige Entscheidungen gefragt und eventuell andere Mehrheiten notwendig sein.