Erstellt am 20. Oktober 2015, 06:02

von Fritz Hauke

Mehr als nur undankbar. Fritz Hauke über die Willendorfer Ambitionen.

0:6 gegen die Scheiblingkirchner Kampfmannschaft II. Willendorf im Kellerduell ausgespielt, ausgetanzt, ausgeknockt. Im Winter soll gehandelt werden. Am Transfermarkt will der Verein an einigen Schrauben drehen, um am Ende der Saison vielleicht mit einem einstelligen Tabellenplatz zu liebäugeln.

Die Aufgabe, die sich Trainer Josef Sahlenegger und die Vereinskollegen aus dem Willendorfer Vorstand auferlegt haben, ist mehr als undankbar. Es bedarf sehr viel Überzeugungsarbeit, einen Spieler von der Mission SVW zu überzeugen und an Bord zu holen. Willendorf ist in einer schwierigen Situation: Sportliche Perspektiven sind in der aktuellen Situation nicht gegeben – damit kann man potenzielle Neuzugänge nicht locken.

Die Geschichten, in denen Vereine wie Phönixe aus der Asche stiegen und die regionale Fußballbühne eroberten, ja, die gibt es. Allerdings war, ist und wird das immer eine Frage des nötigen Kleingeldes sein. Wenn die Kohle passt, kann Willendorf sicher den 2. Klasse-Keller verlassen. Dazu braucht es aber reichlich Schotter.
Dass Sahlenegger und Co. nicht die Segel streichen und weiter „werkeln“, ist ihnen hoch anzurechnen – der Fußballromantiker im Bezirks-Fan vergönnt ihnen auch einmal einen Platz im Mittelfeld…