Erstellt am 31. Mai 2016, 06:04

von Christian Feigl

Mitarbeiter sind Leidtragende. Christian Feigl über die Schließung des Finanzamtes in Neunkirchen.

Ehrlich: Mit dem Finanzamt will man ja ohnehin nur etwas zu tun haben, wenn man die Chance hat, Geld wieder zurück zubekommen und die persönlichen Besuche der meisten dort werden sich in letzter Zeit auch in Grenzen gehalten haben.

Deshalb ist das Zusperren der Niederlassung in der Bezirkshauptstadt zwar schmerzhaft, in erster Linie vor allem für die Mitarbeiter, die dort arbeiten und in zweiter Linie symbolisch, denn das Amt als Status ist wohl doch auch für eine Stadt ein infrastrukturelles Aushängeschild. Die Kunden und Besucher werden den Verlust wohl überleben, zumal ohnehin am Rathaus ein Infopoint als Hilfestellung eingerichtet werden soll.

Die Mitarbeiter kommen direkt aus einer Bruchbude hinaus und in den Genuss eines völlig neuen Hauses, aber der Weg zur Arbeit ist für die meisten doch um einiges länger und komplizierter geworden. Von der dort herrschenden Parkplatznot ganz zu schweigen. Zwei langjährige Bedienstete sind Opfer dieses Systems geworden. Sie wollten diesen Weg nicht mehr mitgehen.