Erstellt am 18. Mai 2016, 05:34

von Christian Feigl

Politfamilien als Fluch und Segen. Christian Feigl über die personelle Situation in der SPÖ Neunkirchen.

Wenn auch ungewöhnlich an einem Montag, so wird der 30. Mai ein entscheidender Tag in der Zukunft der SPÖ Neunkirchen werden: Beim Stadtparteitag soll nach dem Rücktritt von Stadtparteichef Johann Mayerhofer ihn Gemeinderat Gustav Morgenbesser beerben.

Zwar wurde der Wahlvorschlag in der Vorwoche vom Partei-Präsidium einstimmig abgesegnet, aber es gab schon ruhigere Zeiten innerhalb der Partei: Morgenbesser gilt bei den Mitgliedern nicht als unumstritten, mit Christa Wallner sitzt derzeit eine parteilose Vertreterin auf einem SPÖ-Mandat im Gemeinderat und auch Johann Mayerhofers zukünftige Rolle, wann und ob er sein Mandat zurücklegt, ist weiterhin unklar. Mittlerweile hat sogar Bezirksparteiboss Rupert Dworak den beiden „Abtrünnigen“ in einem persönlichen Gespräch ins Gewissen geredet.

Dass Mayerhofer und Wallner privat eine Lebensgemeinschaft führen, ist zusätzlich parteiintern ein Unsicherheitsfaktor. Family Business in der Politik kann Fluch und Segen sein: Für die Neunkirchner SPÖ im Moment wohl eher ein Fluch.