Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:58

von Fritz Hauke

Selber Weg, neue Spur. Fritz Hauke über die Scheiblingkirchner Personalpolitik.

„Mit so vielen Eigenen wie möglich, so hoch wie möglich.“ Das Scheiblingkirchner Credo, der USV-Weg, hat den Verein zu dem gemacht, was er ist. Ein Aushängeschild der Region, ein Vorbild für Jugendarbeit. Ein Verein mit Alleinstellungsmerkmal.

„Keine Zugänge, keine Abgänge“, hieß die Transferpolitik. Abschiede, Verletzungen, Rücktritte wurden aus den eigenen Reihen nachbesetzt. Dafür gebührt allen Beteiligten Respekt.
Doch was in den vergangenen Transferperioden deutlich wurde: Nur und ausschließlich mit den Spielern aus dem eigenen Nachwuchs geht es nicht. Zumindest nicht dauerhaft. Scheiblingkirchen ist noch immer meilenweit davon entfernt, die Börse zu öffnen und im großen Stile am Markt zuzuschlagen. Wie etwa Konkurrent Stripfing.
Transfers wie die des Brombergers Patrick Wedl, des Krumbachers Manuel Kager und des Wiesmathers Josef Schwarz sind kein Verlassen des Scheiblingkirchner Weges.

Sie sind eine andere Spur dieser Straße. Und machen Sinn. Warum sollten die Spieler, für die Profi- oder Halb-Profi-Fußball in der Regionalliga oder darüber nicht in Frage kommt, nicht bei dem Landesliga-Verein vor der Haustüre ihr Glück versuchen? Schei blingkirchen ist mit solchen Transfers identitätsstiftend bis in den letzten Winkel der Region.