Erstellt am 16. Februar 2016, 05:19

von Christian Feigl

Undankbares Erbe wartet. Christian Feigl über den zukünftigen Stadtparteiobmann der SPÖ Neunkirchen.

Zumindest für Außenstehende kam es wie aus dem heiteren Himmel: Neunkirchens SPÖ-Langzeitstadtparteiobmann Johann Mayerhofer legte am Donnerstag völlig überraschend seine Funktion zurück, er wird auch aus dem Gemeinderat ausscheiden. Als Grund nennt er den geplanten Generationenwechsel innerhalb seiner Partei, als deren Teil des jungen Teams er sich dann nicht mehr sieht. Eine plausible Erklärung, wenn auch der Zeitpunkt etwas seltsam anmutet.

Eigentlich war ja ohnehin immer Günther Kautz Mastermind und Kopf der SPÖ. Zumindest in der Öffentlichkeit kam es so rüber. Dass es zwischen den beiden deshalb nicht immer friktionsfrei verlief, lag in der Natur der Sache. Die Alleingänge bei der Öffentlichkeitsarbeit oder Homepage-Erstellung missfielen Kautz in der Vergangenheit des Öfteren. Für die Partei ist Mayerhofer unermüdlich gelaufen. Sein logischer Nachfolger kann eigentlich nur Kautz heißen – Aber letztlich egal, wer es wird: Die Person wird viel Zeit und Arbeit investieren müssen, um die Talfahrt der letzten Jahre zu stoppen.