Erstellt am 26. April 2016, 05:34

von Fritz Hauke

Zu viel Porzellan zerschlagen. Fritz Hauke über die Spielerrevolte in Ternitz.

Es kommt nicht oft vor, dass der ASK Ternitz über die Grenzen der Region hinaus Gesprächsthema ist. Aktuell ist der Verein aus der Stahlstadt aber in aller Munde. Aber nicht aus erfreulichen Gründen. Der Streik in der Vorwoche war wohl ein absolutes Novum in der jüngeren Vergangenheit. Die Spieler trugen damit den Konflikt mit dem Vorstand offen aus – ein Konflikt, der offensichtlich nicht mehr zu kitten war und den Beteiligten nur noch eine Option ließ.

Dass es keinen gemeinsamen Weg zurück gibt, wurde diese Woche ein für alle Mal deutlich. Tutku Yavuz wurde von der Polizei aus dem Stadion geleitet, erhält lebenslanges Hausverbot. Er war bekanntlich der „Tropfen“, der das Fass in der Vorwoche zum Überlaufen brachte, seine Suspendierung hatten seine Kameraden mit dem Streik quittiert. Ein Polizei-Einsatz samt Stadionverbot ist einer der äußersten Mitteln, die ein Verein zur Verfügung hat.

Große Klubs gehen so gegen Störenfriede und Kriminelle vor. Zu bezweifeln, ob ein Spieler in einer 2. Klasse wirklich auf diese Art und Weise behandelt werden muss. Obmann Wolfgang Dworak hat durch diese Aktion keine gute Außendarstellung. Dass man in Ternitz mit den ehemaligen Spielern wieder zur Tagesordnung übergeht, ist unwahrscheinlich, dennoch wäre eine Aussprache notwendig.