Erstellt am 10. November 2015, 05:22

von Christian Feigl

Krise bei Ölfeldtechnik: Freitag wird freier Tag. Maßnahmen notwendig / Bis Ende des Jahres gibt es wegen der angespannten Marktlage in Ternitz nur mehr eine Vier-Tage-Woche.

 |  NOEN, zVg

Dass die Schoeller-Bleckmann Ölfeld-Technik mit wirtschaftlich harten Zeiten zu kämpfen hat, ist eine Tatsache, über die die NÖN schön öfters berichtet hat. Einige Mitarbeiter wurden bereits gekündigt. Nun musste das Unternehmen wegen der schlechten Entwicklung des Marktes einen weiterern drastischen Schritt setzen:

Der Freitag wurde als Arbeitstag gestrichen, es wird seit November nur mehr von Montag bis Donnerstag gearbeitet. „Wir haben uns mit der Personalvertretung am Standort Ternitz geeinigt, bis Ende des Jahres nur mehr von Montag bis Donnerstag zu arbeiten, um die Arbeitszeit an den gesunkenen Auftragsvorrat anzupassen“, bestätigt Pressesprecher Florian Schütz auf Anfrage der NÖN die Maßnahme.

Ungewisse Zukunft

Als Grund nennt er die angespannte Marktlage in der Ölindustrie. „Der Ölpreis hat sich in den letzten 12 Monaten mehr als halbiert. In Folge dessen haben unsere Kunden ihre Investitionen drastisch zurückgefahren. Damit sind auch unsere Aufträge deutlich zurückgegangen“, ergänzt Schütz. Mit der Maßnahme soll das Unternehmen sicher durch diese Marktturbulenzen gesteuert werden. In Ternitz sind derzeit rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. 

Zur Zukunft gibt es keine Prognosen: „In diesem aktuell sehr volatilen Marktumfeld ist es schwer vorhersehbar, wie sich die Marktlage entwickeln wird. Daher können wir derzeit auch die weitere Entwicklung des Mitarbeiterstands im Konzern nicht abschätzen“, so Florian Schütz.