Warth

Erstellt am 14. Oktober 2016, 11:26

Schüler halfen bei Mais-Versuch tatkräftig mit. Im praktischen Unterricht halfen die Schüler der LFS Warth tatkräftig bei der Maisernte für einen speziellen Versuch mit, der österreichweit Gültigkeit hat.

Die Schüler waren im praktischen Unterricht mit Begeisterung bei der Maisernte dabei.  |  Jürgen Mück

„Die Ernte gestaltete sich sehr aufwendig, weil jeder einzelne Maiskolben gepflückt werden musste. Bei allen anderen ähnlichen Analysen werden die gesamten Maispflanzen geerntet und erst dann wird auf die tatsächliche Erntemenge rückgeschlossen“, informiert Pflanzenbauexperte Dipl.-Ing. Markus Schöll.

„Durch die getrennte Ernte der Kolben und der Restpflanze können wir exakte Aussagen zu den Erträgen und dem Energiegehalt der einzelnen Maissorten machen und ganz gezielte Anbauempfehlungen geben. Für Landwirte sind die Ergebnisse daher wichtige Kriterien und eine Entscheidungshilfe für die Wahl der Silomais- oder Körnermaissorte“, so Schöll.

Es handelt sich um statistisch abgesicherte Exakt-Versuche mit vier Wiederholungen, die nach internationalen Normen angelegt werden und daher anerkannt sind. Die Ergebnisse des Warther Standortes gehen auch in die Empfehlungen der „Beschreibenden Österreichischen Sortenliste“ ein, die von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem Lebensministerium herausgegeben wird.

Gute Erträge sind kein Zufall

Nur ein an den Standort und die Nutzung angepasster Pflanzenbestand bringt den höchsten Ertrag. Dazu sind exakte Daten und wissenschaftliche Forschungsarbeit notwendig. Gilt es dabei doch die optimale Sorte passend zum Boden, Niederschlags- und Wärmeangebot zu finden.

„Wirtschaftlicher Druck, Produktionsauflagen, aber auch der Klimawandel und das vermehrte Auftreten von Schadorganismen stellen die Bauern vor weitere große Herausforderungen. Zudem steht der Pflanzenbau im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen. Die Konsumenten erwarten sich gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel und ein vielfältiges Angebot“, betont Pflanzenbauexperte Schöll.