Erstellt am 12. Mai 2016, 05:14

von Clemens Thavonat

Wirbel um Mietvertrag. Entgegen der gesetzlichen Bestimmungen wurden vertrauliche Inhalte der Sitzung weiter gegeben. Der Ortschef schäumt.

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In einer Gemeinderats-Vorstandssitzung ging es unter Ausschluss der Öffentlichkeit um ein brisantes Thema. Und das, obwohl die Sitzungsteilnehmer eigentlich zur Verschwiegenheit verpflichtet wären, drangen nun Inhalte nach draußen: Bei der Pacht des Burggasthofes wurde seit zehn Jahren keine Indexanpassung vorgenommen, was von SPÖ und FPÖ gemeinsam zu massiver Kritik führte.

Wie der NÖN versichert wurde, habe ÖVP-Ortschef Günther Stellwag diese Rücksichtnahme mit der finanziell angespannten Lage der Pächter begründet – man wollte ihnen helfen. Zudem ärgerte sich ÖVP-Bürgermeister Günther Stellwag: „Ich bin erstaunt, dass die Inhalte einer geheimen Vorstandssitzung an die Zeitung gelangten. Ich werde meiner Verpflichtung nachkommen und zu Inhalten nichts sagen – nur soviel, es war eine hitzige Sitzung!“

Das ließ die Opposition jedoch nicht gelten, „auch etlichen Bürgern geht es finanziell nicht gut, sie müssten dennoch ihre Abgaben und Mieten bezahlen“, so ein Mandatar. Man kam überein, diese Indexanpassungen notfalls auch mit einem Misstrauensantrag und mehr, erzwingen zu wollen.
Angeblich lenkte die ÖVP daraufhin ein und wird einen Anwalt betrauen, die Möglichkeiten für eventuelle Nachforderungen an die Gasthof-Pächter auszuloten.