Erstellt am 09. Dezember 2015, 05:38

von Philipp Grabner

Neues Asyl-Quartier. 15 Personen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak leben im ehemaligen „Café Rene“ an der Bundesstraße 54.

ÖVP-Bürgermeister Engelbert Ringhofer aus Thomasberg.  |  NOEN, Grabner

Im Gemeindegebiet von Thomasberg sind seit Kurzem 15 Flüchtlinge untergebracht, wie ÖVP-Bürgermeister Engelbert Ringhofer der NÖN bestätigt. Die drei Familien aus Syrien, Afghanistan und dem Irak leben im ehemaligen „Café Rene“ an der Bundesstraße und damit eigentlich in unmittelbarer Nähe zum Grimmensteiner Ortskern. „Bis jetzt ist alles ruhig verlaufen“, so Bürgermeister Ringhofer, der gleich darauf verweist, das die Gemeinde in solche Angelegenheiten wenig Einfluss habe.

Der NÖN gelang es, am Telefon mit dem Besitzer des Gebäudes zu sprechen. „Ich habe für das ehemalige Kaffeehaus keine gastronomische Nachfolge gefunden, und da kommt man eben auf andere Ideen“, so Heinrich Holzer. Negative Reaktionen aus der Bevölkerung gab es nicht, meint er auf Nachfrage der NÖN. „Ganz im Gegenteil. Ich habe immer zu Familien tendiert, und da habe ich nur Positives gehört bisher!“

Positiv sieht die Sache auch die SPÖ. „Ich habe bisher nur Positives gehört, es gibt zwar immer wieder Kritiker bei einem solchen Thema, aber ich denke, man sollte hier einfach helfen“, so der geschäftsführende Gemeinderat Franz Heissenberger.

Grimmensteins ÖVP-Vizebürgermeister Franz Gausterer sieht die Sache ähnlich. Angesprochen darauf, ob es Kritik von Grimmensteinern gebe, da zusätzlich im Gasthaus Tanzler seit vielen Jahren Flüchtlinge untergebracht sind, meint Gausterer: „Diesbezüglich hatten wir eigentlich fast nie Probleme. Zuerst herrschte ein wenig Unsicherheit, aber mittlerweile wüsste ich von überhaupt keinen kritischen Stimmen – Gott sei Dank!“