Neunkirchen

Erstellt am 19. Juli 2016, 05:40

von Christian Feigl

Abtrünniger liebäugelt mit einer eigenen Liste. Ex-Stadtparteiobmann Johann Mayerhofer lässt mit einer kryptischen Aussage für die Gemeinderatswahl aufhorchen.

 |  NOEN, Christian Feigl

Bis zur nächsten Gemeinderatswahl 2020 rinnt zwar noch viel Wasser in die Schwarza, aber unmittelbar vor Sommerbeginn lässt Ex-Stadtparteiobmann und Noch-SPÖ-Mandatar Johann Mayerhofer mit einer interessanten Aussage aufwarten: „Schauen wir einmal, was 2020 passiert, vielleicht trete ich ja mit einer eigenen Liste an“, erzählte er beim Spaziergang über den Hauptplatz, als ihn die NÖN zu seiner politischen Zukunft befragte.

Denn, wie berichtet, hat er sehr zum Ärger seiner Parteikollegen noch immer nicht das Gemeinderatsmandat zurückgegeben. „Und das, obwohl er es uns mit Juni versprochen hatte“, erinnert SPÖ-Stadtrat Günther Kautz, der als Konsequenz Mayerhofer aus den Ausschüssen der Stadtpolitik entfernen ließ. Eine Maßnahme, die dem Erzroten gar nicht gefiel: „Eigentlich hätte ich ja vorgehabt, das Mandat im Herbst zurückzugeben, aber unter diesen Umständen muss ich mir das noch genau überlegen!“

Wenig Chancen laut SPÖ

Mit ins Boot für seine Liste könnte Mayerhofer übrigens seine Lebensgefährtin Christa Wallner holen: Sie hat ja wie berichtet bereits vor Monaten die Partei verlassen und sitzt seitdem als „wilde Gemeinderätin“ im Stadtparlament.

Bei der SPÖ beobachtet man die Entwicklung mit Amüsement: „Wenn er glaubt, dass ihn irgendjemand wählt, dann soll er es machen. Er ist dann eh erst 72“, billigt ihm Stadtrat Günther Kautz wenig Chancen zu. Und er betont noch einmal, dass Mayerhofer zu Jahresbeginn schriftlich versprochen hatte, mit 14. Februar alle Funktionen zurückzulegen: „Ich weiß nicht, was ihm dazwischen über die Leber gelaufen ist, dass er sein Versprechen nicht eingehalten hat!“

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