Erstellt am 09. Februar 2016, 05:43

von Christian Feigl

50 Bäume sollen fallen. In der Schreckgasse und am Brunnenplatz sind die Linden und Ahornbäume kaputt und ein Sicherheitsrisiko. Ein Großteil davon muss heuer gefällt werden.

Auch die Bäume am Brunnenplatz sind völlig kaputt und gefährlich. Möglicherweise wird dort mit dem Umschnitt gestartet.  |  NOEN, Christian Feigl

Und sie dürfte auch heuer nicht stillstehen – die berüchtigte Kettensäge, die kaputten oder gefährlichen Bäumen im Stadtgebiet zu Leibe rückt: Am Brunnenplatz und in der Schreckgasse sollen ihr insgesamt an die 50 Bäume, Linden und Ahorn, zum Opfer fallen.

„Das Projekt steckt noch in den Babyschuhen und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, versucht die zuständige SPÖ-Stadträtin Andrea Kahofer Emotionen im Vorfeld herauszunehmen. Allerdings: Viele Bäume, das hat eine erste Begehung ergeben, sind mittlerweile so krank und gefährlich, dass sie wohl kaum gerettet werden können. Kahofer möchte nur noch eine letztes Expertengutachten abwarten, bevor die ersten Schritte gesetzt werden.

„80 Prozent sind kaputt“

Fix ist auch, dass es diesbezüglich eine Anrainerversammlung geben soll: „Dort wollen wir mit den Betroffenen in den Dialog treten und über die genauen Schritte informieren“, erklärt Kahofer. Denn, die umgeschnittenen Bäume sollen durch Nachpflanzungen und Baumpatenschaften ersetzt werden. Wenig Sinn mache es diesbezüglich aber, nur einzelne Bäume einer Allee zu entfernen. Der Wunsch eines Anrainers, der nicht in der NÖN genannt werden will, bei der Nachpflanzung auf größere Bäume zu setzen, ist nicht zu erfüllen: „Man kann nur kleine nachpflanzen und zudem ist es eine Kostenfrage“, so Kahofer.

Grüne Klubobmann Johann Gansterer war bei der Besichtigung dabei: Für ihn ist klar, dass die Bäume gefällt werden müssen: „80 Prozent sind kaputt, vor 30 Jahren wurden sie zu stark und dann gar nicht mehr zurückgeschnitten“, kennt er die Gründe. Er tritt dafür ein, die Umsetzung etappenweise zu machen. Grüne Vizebürgermeister Martin Fasan findet es jedenfalls „sehr, sehr schade um die Bäume. Aber die Fehler aus der Vergangenheit müssen nun repariert werden!“ Übrigens: Spätestens Mitte März sollen der genaue Plan und die Vorgangsweise stehen.