Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:17

von Christian Feigl

Bäcker-Werbung als Aufreger. Die Werbung der Bäckerei Schlief für „Scharfe Wochen“, die einen halbnackten Mann zeigt, sorgte dafür, dass das Unternehmen in aller Munde ist.

Dieses Sujet der Bäckerei landete beim Werberat.  |  NOEN, NÖN

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Dass ein Unternehmen aus Neunkirchen im gleichen Atemzug wie Möbelix, Sony oder das Salzburger Laufhaus genannt wird. Geschehen ist dies beim Österreichischen Werberat, wo ein Plakat der Bäckerei Schlief für Aufsehen sorgte.

Bislang war der Bäckereibetrieb ja nur durch seine hoch qualitative Ware in aller Munde, doch nun ist es ein Werbesujet, worüber alle reden: Die Hot Berry-Schnitte wird mit dem Slogan „Heiße Zeiten, mit Wasabi und Pfeffer“ – das Ganze auf einem Schild vor einer strategisch wichtigen Stelle, das einen nackten Mann zeigt – beworben. Offensichtlich fühlte sich diesbezüglich jemand auf den Schlips getreten, wie Robert Schlief bestätigt: „Eigentlich hat es ja fast nur positive Reaktionen gegeben, und viele haben die Werbung lustig gefunden. Eine Dame dürfte sich aber beschwert haben!“

Eine Beschwerde mit Folgen, denn das Neunkirchner Plakat wurde ein Fall für den Werberat. „Ich sehe die Abbildung überhaupt nicht dramatisch oder sexistisch. Wir haben für unsere Scharfe Woche und unsere scharfen Produkte geworben. Dabei sind auch scharfe Bauchmuskeln abgebildet“, nimmt es der Bäckermeister inzwischen mit Humor und kann dem Fall sogar etwas Positives abgewinnen: „Immerhin wird man nicht alle Tage mit Weltmarken in einem Atemzug genannt und so bleiben wir im Gespräch!“

Der Werberat selbst hat laut seiner Information noch keine Entscheidung zu diesem Fall getroffen: Möglicherweise gibt es die Empfehlung, die Kampagne zu stoppen. Strafen kann er keine verhängen, wohl auch sehr zur Freude von Robert Schlief.