Erstellt am 09. Februar 2016, 05:58

von Christian Feigl

Neunkirchen dreht an Verkehrsführung. Die Urbanbrücke und Eiserne Brücke werden zu zweispurigen Einbahnen, um besseren Verkehrsfluss zu ermöglichen.

So soll ab Herbst in Neunkirchen gefahren werden.  |  NOEN, Feigl
Den größten Eingriff in die Verkehrsführung seit 20 Jahren soll es ab Herbst in der Bezirkshauptstadt geben: Künftig wird es dann nur mehr möglich sein, die Innenstadt an der B17 über die Urbanbrücke zu erreichen und über die Eiserne Brücke zu verlassen. Beide Brücken, die Urbangasse und Wienerstraße ab Kreisverkehr Panoramapark werden deshalb zu zweispurigen Einbahnen. In der zweiten Phase des Projekts (früher ist es aus Zeit- und Vorbereitungsgründen nicht möglich) soll ab 2017 dann die Einbahn in jenem Teil der Wiener Straße, die durch das Zentrum zum Hauptplatz führt, umgedreht werden.



„Es kommt jetzt schon bei der Ritter- und Mautkreuzung beim Verlassen der Stadt teilweise zu massiven Staubildungen. Mit der Eröffnung des neuen Lidl und Müller beim Panoramapark wird sich die Situation nicht verbessern. Deshalb sind wir nun zum Handeln gezwungen“, erklärten ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer und Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter Klaus Degen bei einer Pressekonferenz die Beweggründe.
Die dabei präsentierte Lösung wurde auch im Einklang mit der Politik und den Unternehmervertretern getroffen, wie Wirtschaftsbundobmann Wolfgang Kessler oder Unternehmervereinschef Manfred „Mancy“ Knöbel bestätigten.

„Es können dann viel mehr Autos abfahren“

Sie pochen allerdings im Namen der Wirtschaft auf eine rasche Umsetzung der zweiten Phase, sprich die Umkehrung der durch das Zentrum führenden Einbahn in der Wiener Straße. „Sonst haben wir einen Achter drinnen, aus dem die meisten damisch herausfahren werden“, drückte es Knöbel drastisch und bildlich aus. Und auch Wirtschaftsbundobmann Wolfgang Kessler drängte auf eine rasche Umsetzung der 2. Phase: „Die wirtschaftliche Situation in der Innenstadt ist sehr angespannt.“ Eine parallel dazu laufende Bewerbung der Innenstadt sowie ein Verkehrsleitsystem sind zusätzliche Wünsche der Wirtschaft.



Mit der neuen Verkehrsführung ab Herbst erhoffen sich die Verantwortlichen einen besseren Verkehrsfluss beim Verlassen der Stadt. Konnten aufgrund der bisherigen Regelung nur rund 791 Fahrzeuge pro Stunde über die beiden Kreuzungen das Zentrum verlassen, so werden es wegen der zweispurigen Einbahnführung über die Eiserne Brücke dann rund 1.074 sein.

„Es können dann viel mehr Autos abfahren“, so Degen. Aktuell verlaufen auch Verhandlungen mit den Betreibern des Panoramaparks: Hier regt die Stadt an, die Einfahrt künftig über den Kreisverkehr in der Wiener Straße zu einer Ausfahrt zu machen. Dass die Umstellungen für die Verkehrsteilnehmer zu einer großen Herausforderung werden, ist den Beteiligten klar: „Wir werden vorher eine breite Informationsoffensive starten und zu Beginn auch mit der nötigen Polizeipräsenz vor Ort sein“, verspricht Bürgermeister Osterbauer.